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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 4 · p. Seite 302

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 4
Article
Samaritanisches
Date
1933-01-01
Page
Seite 302 (sequence 3)
Language
German
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302 B. Heller und M. Gaster II. Nochmals: Asatir. Von M. Gaster. Weder Fleischer, noch Nöldeke, noch Heller, wie er selbst eingesteht, hat eine befriedigende Erklärung für das Wort gefunden, das im Koran nur sporadisch und wie Heller selbst zugibt, im verächtlichen Sinne. Man ־wild wohl zugeben müssen, daß die Samaritaner, für die das Arabische Muttersprache und, seit dem Anfang des 10. Jahrhunderts, Schriftsprache ist, arabisch mindestens ebenso gut verstehen wie irgend ein Gelehrter des Okzidents, und'daß ich recht tue, die Meinung der Samaritaner vorzuziehen, zumal die Samaritaner wohl nie daran denken würden, auf Moses ein Wort zu beziehen, welches eine verächtliche Bedeutung hat. Ihre Verehrung für Moses ist grenzenlos. Die arabischen geographischen Namen, die H. anführt, habe ich selbst angegeben, aber auch hinzugefügt, daß sie nicht als Substitute für die alten Namen im Asatir erscheinen, sondern als Glossen von späteren Abschreibern hinzugefügt worden sind. Geographische Namen haben überhaupt ihr eigenes Schicksal; man braucht nur an die alten Geomerien zu denken, um sich davon zu überzeugen, daß die Schriftsteller stets versuchten, an Stelle der alten Namen die ihnen bekannten zeitgemäßen zu substituieren. So Josephus, die Targumim, Pseudo-Philo, Jerachmeel, Sepher ha jaschar, Josippon, Malais u. a. Im Asatir erscheint aber eine Gleichsetzung mit Beibehaltung der alten Namen. Es sind also lediglich Glossen eines späteren Abschreibers und nichts andeies. Der arabische Paraphrast des Asatir, der im 12. oder 13. Jahrhundert schreibt, läßt die alten samaritanischen Namen fort und behält nur die arabischen oder rein biblischen. Überdies sind diese arabischen Glossen auch nur sehr wenige an Zahl im Verhältnis zu der großen Anzahl anderer geographischer Namen im Asatir. Davon kann man keinen Beweis für den arabischen Einfluß auf das Buch herleiten; denn H. selbst gibt zu, daß außer dem Worte nigamoth sich kein weiteres arabisches Wort in dem Buche findet; auch dieses ist ein rein technisches und wird als fremdsprachliches im Arabischen bezeichnet. Dagegen scheint mir das Wort alinis (XI, 34) doch gleichwei tig mit hellinis. Die Samaritaner verstehen das Wort, auch nicht; das würde

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