Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur jüdischen Altertumskunde
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 16)
- Language
- German
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Zur jüdischen Altertumskunde 195 und das glückliche Arabien bis zum Roten Meere1. Troglodytis ist die durch ihre zahlreichen Höhlungen bekannte Haurangegend bzw. die Trachonytis. — Aus der Zeit Herodes stammt die Nachricht: Zenodorus habe einen Teil seines Gebietes, und zwar Auranitis (Hauran) den Arabern verkauft2. Dieses Gebiet wurde aber früher schon durch Augustus dem Herodes geschenkt, aber die Araber kämpften mit Herodes um den Besitz desselben3. Auch über einen Krieg des Herodes mit den Arabern, der in der Trachoniter-Gegend stattfand, berichtet Josephus ausführlich4. Für unseren Zweck, da es sich um einen mit Herodes ungefähr gleichzeitigen Schriftsteller, nämlich Diodoros, handelt, genügen diese Zitate. Die genauen Grenzen dieses ostjordanischen Arabiens können freilich nicht festgestellt werden, da ja die arabische Bevölkerung jener Gegenden eine nicht seßhafte war. Für die ungefähre Abgrenzung des Gebietes dürften aber die folgenden Daten zu berücksichtigen sein. Eusebius bezeichnet als Städte Arabias: A d r a a (Edrei)5; B o s t r a ist die Hauptstadt Arabias bei der Trachonitis6; ein großes Dorf Arabias war Karnaim7; das gleiche wird von Kanathin der Trachonitis ausgesagt8; Ni neue, das aus der talmudischen Literatur bekannte נוה oder נינוה, lag nach Eusebius in der Ecke Arabias9. Die Nennung von N a v e und K a r n a i m führen uns in die Nähe der südlich von Damaskus sich erstreckenden fruchtbaren Lavagegenden. R. Simon ben Lakisch sagt in einem bekannten Satze10, die Eingangspforte des Paradieses sei — wenn in Erez Israel, so in Bet-Schean; wenn in Arabia, so in Bet-Gerem; wenn ,,zwischen den Flüssen"11, so in Damaskene. Arabia — zwischen Erez Israel und dem Gebiete von Damaskus genannt — I Ant. I 15. * Ant. XV 10, 2. 3 Ebd. 4 Ant. XVI 9, 1; B. j. I 19. 5 Onomastikon ed. Klostermann 12, 13. 6 Ebd., 46, 10 110, 29, 7 Ebd., 112, 4. 8 Ebd., 112, 20. 9 Ebd., 136, 3 vgl. auch den Zusatz in der Uebersetzung des Hieroirymus. Ueber die Stadt in der talmudischen Literatur s. meinen Aufsatz, in JQR n. s. II (1912), S. 550 ff. . 10 b. Erubin 19a. ~ II בין הבהרות ist natürlich nicht Aram Naharajim, sondern die Gegend der beiden Flüsse Amana und Parpar (vgl. mein געברהיחץ היהודי S.72). 131