Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur jüdischen Altertumskunde
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 13)
- Language
- German
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192 S. Klein Eine solche Persönlichkeit ist nun in der Genealogie der Nachkommen Serubabels gegeben. Einer der Söhne Serubabels war Hananja, zu deren Abkommen (nach dem masoretischen Text) die ,,Söhne ארנן" gehörten (I Chron 319, 21)1• Es ist sehr wohl zu begreifen, wenn Menschen, deren Ahnen einst mit diesem späten Mitgliede der judäischen Königsfamilie und unmittelbarem Nachkommen des Statthalters Judäas nach dem Exil verschwägert waren, diese ihre Abstammung gern mit Stolz hervorgehoben haben. Der richtige Name in dem Bericht über die Familie Bet-Nebalata ist also ארגן; die anderen ,,Lesarten“ sind infolge Verwechselung dieses Namens mit dem des besser bekannten ,,Arawnas“ in den Satz hineinkorrigiert worden, wie denn der Beiname היבוסי ein unrichtiger Einschub späterer Abschreiber (wenn nicht schon der die Barajta Vortragenden ,,Tannaim“) ist. 3. An diese Erklärung der tannaitischen Stelle sind noch folgende Betrachtungen anzuschließen: Die in Nebalat wohnenden Familien gehörten dem Stamme Binjamins an. Auch die in der Liste der Holzopferspender genannte ,,Familie der Söhne von Senua“ war binjaminitisch. R. Elasar b. Zadok, der nach der Zerstörung des Tempels lebte, teilt in Zusammenhang mit den Holzopferspenden mit, seine Familie gehöre zu den Söhnen von ,,Senua“. Dieser Tanna war aber Kohen, die eben angeführte genealogische Angabe ist also offenbar auf gewisse eheliche Verbindungen mit der genannten bin jamini tischen Familie zurückzuführen2. Ähnlich ist die Angabe unseres Berichtes bezüglich der Familie Bet Nebalata zu beurteilen: “die Familie selbst war binjaminitisch, hat sich aber mit einem der Nachkommen Serubabels bzw. Arnans des Enkels Serubabels verschwägert, und sind mehrere Glieder der Familie wohl infolge dieser Eheverbindung nach Jerusalem übersiedelt. 4. Ein kleiner archäologischer Fund, eine in Alexandrien zum Vorschein gekommene Grabinschrift gibt uns Kunde über ein späteres Mitglied der Familie Serubabels in Ägypten. - Die Inschrift 1 Neuere wollen 1ארגן בנ lesen. 2 Der Kürze halber sei auf Aptowitzer, Parteipolitik etc., S. 293:; HUCA IV, S. 238 verwiesen. Das richtige haben schon Tossafot zu.Erubin 41b gesehen.