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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 185

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Zur jüdischen Altertumskunde
Date
1933-01-01
Page
Seite 185 (sequence 6)
Language
German
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Zur jüdischen Altertumskunde 185 abgaben sich entgegenstellen, die in Verbindung mit anderen Mißgriffen endlich zur gänzlichen Abbestellung der Vorratshäuser des Tempels führten. Hierüber gibt es folgende talmudische Mitteilung, die jedenfalls als tannaitisch.es Gut gewertet werden muß1: Anfangs wurde der Zehnt in drei Teile geteilt, ein Drittel gehörte den מכרי der Priesterschaft und der Levitenschaft; ein Drittel dem אוצר, ein Drittel den Armen und den Genossen, die in Jerusalem waren. Als Elasar ben פחורה und Jehuda ben פכורה kamen, haben sie (die Zehnten) mit Gewalt weggenommen, und Johanan der Hohepriester hatte die Möglichkeit, sie daran zu hindern, und er hinderte sie daran nicht2. Die Angabe ,,anfangs“ bezieht sich jedenfalls auf die der hasmonäischen Periode vorangehende Zeit, ohne jedoch den terminus. a quo anzugeben. Besondere Schwierigkeit bedeutet auch die Bestimmung des Sinnes von מכרי כהונה ולוייה. Die Kommentare denken an die priesterlichen und levitischen ,,Bekannten“ der einzelnen Landwirte und fassen das Wort als מכירי auf. Doch wäre dann ein Satz, der besagt, daß jeder Landwirt ein Drittel seiner Zehnten selber verteilt, weit einfacher und viel klarer gewesen. Es scheint mir daher außer Zweifel, daß מכרי כהוגה ולוייה einen terminus technicus enthält, der im Anschluß an den bekannten schwierigen Ausdruck im Deut 18g (ממכריי) gebildet wurde. Die tannaitische Auslegung der genannten Pentateuchstelle findet darin einen Hinweis auf die 1 Jer. Maasser sch. Ende c. V, wo folgende Traditionsketten angegeben werden: a) R. Jose im Namen R. Tanhum b. Rijja; b) R. Hiskija irri Namen R. Elasar b. R. Joses (des Tannaiten); c) R. Tanhum b. Rijja im Namen R. Josua b. Levis. 2 בראשונה היד. מעשר בעשה לשלשה חלקים, שליש למכרי כהונה ולוייה, ושליש לאוצר, ושליש לעניים ולחבירים שהיו כירושלים ♦ " משבא אלעזר בן פחורה ויהודה בן פתירה היו נוטלין אותן בזרוע והיה ספיקן בידן למחות ולא מיתה. (Die Punkte bezeichnen einen eingeschobenen Bericht, der weiter unten besprochen wird.) Die Parallelstelle j. Sota IX 11 (24a unten) enthält die Traditionsketten nicht vollständig. Der Name des an zweiter Stelle genannten gewalttätigen Mannes heißt Jehuda b.פכורה und der Schluß des Satzes lautet richtig: ״ ♦ * והיתה ספיקה בידו למחות ולא מיחה (Vgl. z. St. die Varianten aus Msr. Rom bei S. Li eher mann,על הירושלמי, Jerusalem 1929, S. 82). Zu den Namen פתורה und פכורה, die in Wirklichkeit Schimpfnamen sind, vgl. meine Ausführungen in לשוננו II, 267 f.

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