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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 184

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Zur jüdischen Altertumskunde
Date
1933-01-01
Page
Seite 184 (sequence 5)
Language
German
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184 S. Klein Wie die Dinge in der Zeit nach Nehemia sich entwickelten, dafür sind folgende Momente in Betracht zu ziehen: Unter den in Neh ll25-30, 3136־ angeführten Ortschaften Judas und Binjamins, welche — wie der Zusammenhang zeigt — Wohn־ orte der jüdischen Bevölkerung zur Zeit Nehemias waren1, wird der Name von Geser nicht genannt. Die jüdische Siedlung in diesem von der Stadt des Heiligtums ziemlich entfernt gelegenen Orte muß also jedenfalls in einer etwas späteren Zeit entstanden sein2. Nun zeigten die oben besprochenen Funde, daß die Zehntablieferung auch von diesem Orte aus vorgenommen wurde. Die mit dem Namen ‘Adajas und Schelemjas versehenen Krüge mochten jedenfalls noch mehrere Jahrzehnte nach Nehemia in Verwendung gewesen sein. Einer etwas späteren Zeit gehörten die mit den quadratischen Buchstaben bezeichneten ״) “111״Ihw‘־(׳ Krüge an, die oben (§2) genannt waren. 4. Es liegt kein Grund vor, zu bezweifeln, daß die Einrichtung der Zentralisierung der Zehntablieferung und Verteilung auch in der hellenistischen Zeit — solange eben keine äußere Macht sich in die Kultusangelegenheiten mischte — weiter bestand. Auch die hasmonäischen Fürsten, die ja zugleich Hohepriester waren, dürften diese Einrichtung weiter geführt haben. Freilich mußten infolge Anwachsens der jüdischen Bevölkerung und der Besiedlung weit entlegener Gegenden (Ostjordanland, Galiläa, Narbatta)3 * * * * 8, manche Schwierigkeiten der zentralen Behandlung der Zehnt- 1 Vgl.'V. 1—2, Ich hoffe, in größerem Zusammenhänge den Nachweis zu führen, daß es sich um ein authentisches Dokument, nicht um ein Machwerk des Chronisten handelt, wie die Neueren es haben möchten (vgl. z. B. Hölscher, Palästina in der pers. und hellenist. Zeit, S. 26). 2 Mit Recht wurde von E. Bickermann, ZNTW 1930, 293 An m. auf diese Tatsache hingewiesen und dazu bemerkt: ,,Wenn auf einigen Siegeln aus Gezer tatsächlich die Namen der Neh lla und 1310 genannten Tempelbeamten zu lesen sind dann lief die jüdische Grenze nach dem Exil viel westlicher, als es gemeinhin angenommen wird“. Die Tatsache, daß Geser in der Liste von Neh. nicht genannt wird, spricht entschieden für das höhere Alter und die Glaubwürdigkeit derselben. Man sieht nebenbei, daß die jüdische Besiedelung Gesers nach Eroberung der Stadt durch die Makkabäer tatsächlich eine Neu besiedelung war. 8 Vgl. zu diesen meine Abhandlungen: Palästina-Studien, Bd. I, Heft 3 (hebr.); Heft 4 Anf. und MGWJ 1930, S. 369 ff.; 1931, S. 207 f. Neuestes zur Narbatta-Frage s. bei Alt, Palästina-Jahr buch 28 (1932), S. 32 ff.

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