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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Zur jüdischen Altertumskunde
Date
1933-01-01
Page
Seite 182 (sequence 3)
Language
German
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182 S. Klein 2. Die archäologische Seite dieser Frage ist vor einigen Jahren in einer prächtigen Abhandlung durch Albright besprochen worden* 1, sodaß wir in der angenehmen Lage sind, im wesentlichen auf eine kurze Zusammenfassung der durch ihn gewonnenen Resultate uns beschränken zu können. Bei Ausgrabungen in Ges e r, Jericho und J e r usalem sind Krughenkel mit die quadratischen Buchstaben ידי oder יהו enthaltenden Stempeln gefunden worden2, welche Buchstaben zweifellos eine Abkürzung des Tetragramms darstellen3. Nach Analogie gewisser der israelitischen und judäischen Königszeit angehörenden Funde wurde mit Recht angenommen, daß die soeben genannten, sicher aus der nachexilischen Zeit stammenden Stempel an Geräten angebracht waren, die gewisse Naturallieferungen an den Tempel in Jerusalem enthielten4. Bei den Ausgrabungen an Stelle des Ofels in Jerusalem kamen ferner Krughenkelstempel mit der richtig gelesenen Buchstabengruppe עדיה in ziemlicher Anzahl zum Vorschein. Den gleichen Namen zeigen ähnliche schon früher in Geser gemachte Funde. Albright sprach nun die Vermutung aus, dieser ׳Ada j a mochte wohl ein Beamter gewesen sein, der über das Steuerwesen zu einer gewissen Zeit der persischen Herrschaft gesetzt war, wo ..die׳ Kultusangelegenheiten des Judentums von Seiten der Regierung tatkräftig gefördert wurden. Er glaubt, diesen Mann in der Liste der priesterlichen Einwohner Jerusalems zur Zeit Nehemias (Neh 1112) zu erkennen, wo ‘Adaja als eines :der Häupter der Priesterhäuser (vgl.;V. 13) handelt. Die Bezeichnung אוצר für ,,Vorratshaus‘8 oder dgl. findet sich recht häufig in Mischna und Tossefta. Bezüglich der ersteren vgl. die Mischnakonkordanz Kossowskis S. 272. Es gibt א׳ für עצים ,זבל und natürlich für Früchte. 1 JPOS (The Journal of the Palestine Oriental Society) VI (1926), ’S. 93—102. 2 Vgl. dazu auch Thomsen, Palästina, und seine Kultur, 3. Aufl., S. 78, der schreibt: ,,Nach der Wiederherstellung der jüdischen Gemeinde werden die Buchstaben jh oder jhw .. . allein gebraucht“ Die Abhandlung Albrights scheint ihm entgangen zu sein. 3 Vgl. die bekannten Papyri aus Elephantine, in denen überall.יהו an Stelle des 4buchstabigen Gottesnamens erscheint. 4 Vgl. Thomsen a. a. O.

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