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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 169

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Neue Spuk- und Zauberliteratur [Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
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Neue Spuk- und Zauberliteratur 169 bei W., S. 116 >§< gelten kann, —־ unsere Nr. 2 eine Verstümmelung des lä bei W. a. a. 0• Nr. 21. In unseren beiden Reihen folgen dann die drei Striche — in unserer Nummer 2 als dreifaches hebräisches Waw, doch ohne den Querstrich bei W., — hierauf in unserer 1. Reihe eine Nachahmung des Mim, das in Reihe 2 die Form ל angenommen hat. Während nun aber in Reihe 1 das Parallelkreuz von W. Nr. 13, 14 und 21 noch obendrein mit den ,,Augen“ an den Strich־■ Enden steht, zeigt Reihe 2 die zweisprossige, allerdings unverbundene Leiter von W. Nr. 12 und Ö. Gemeinsam sind beiden Reihen die vier Striche, in Nr. 2 wieder als Wawin. Das nächste Zeichen in Reihe 1 ist das Ha’ bei W. Nr. 8, nur wagrecht wie eine liegende Musiknote, das letzte eine Spirale wie bei W. Nr. 12. In unserer 2. Reihe fehlt das Waw ganz, das Ha’ hat den Schwanz eingebüßt und ist zu O, einer Null, geworden, wie sie auch im Pap. Rainer (W. 114) sich findet. Schon diese äußeren Unterschiede beweisen, daß unsere beiden Reihen voneinander vollständig unabhängig sind. Die Zahl 7 (״die sieben Siegel“) wird in Reihe 2 erreicht, wenn die vier Striche in drei und einen etwas abseits stehenden geteilt werden. Die für unsere Reihe 2 angegebene Verwendung entspricht der bei W. S. 61, wo die ״sieben salomonischen Eide“ d. h. Beschwörungen, gegen Geburten gefährdende Mächte empfohlen werden. Auch maritime Bedeutung eignet ihnen (W. 75). Nur fördern sie nicht die Seefahrt, sondern sie hindern sie. Aber auch hier muß der Graveur fasten, wie er in ״Told“ (d. i. Toledot ’adam) nur ein ״getauweltes“ Messer1 benützen darf. Stimmen somit unsere ,,Siegel“ zu denen bei W., so weicht doch die unseren beiden Reihen gemeinsame Legende von denen bei W. vollständig ab. Wie ich in dem erwähnten Artikel in AR des Näheren ausführe, lautet diese Utis (= Isis Sothis), Tat (oder Thut), Set, Astes, Harpokrates (= Hör), Hermes (= Osiris). Der siebente Name ist Israfil, das in den arabischen Texten statt des daraus wohl verschriebenen Schimriel steht, und Israfil ist Serapil Sarapis. Oder es ist für unser Schimri das gleichfalls in einer einschlägigen arabischen Formel auftretende Schachrj zu setzen und als ,,Sechoris“ zu lesen. vAuch das bekannte sator arepo tenet rotas erkläre ich aus Set (sator), Harpocrates (arepo rotas) und Tat (tenet), ebenso die Namen der heiligen drei Könige Ator, Sator, Peratoras aus Utis, Set und Harpocrates. Unsere zwei Reihen können auf dem Wege über den Islam aus dem Hellenismus in jüdische. Kreise geraten oder aber 1 Auch Daichcs, Oil Magic 30.

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