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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 2 · p. Seite 150

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 150 (sequence 2)
Language
German
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150 Besprechungen Herrscher konfisziert. Bin. Jude■ vermittelt die. Geldgeschäfte, eines Nichtjuden mit Niclitjuden und Juden (S. 220). Die Juden handeln mit Kermes, einem Farbstoff, und Kleidern-(S. 214, 221) und besitzen Sklaven (S. 273 ff.). Große jüdische Gemeinde in;Arles. (S. 276). G. hat richtig naclige wiesen, daß die meisten Antworten von Fragment Nr. 5 (S.97 ff.) von Natronai (b.Hilai) stammen. Die Einleitung der meisten einzelnen Anfragen mit ,,wegen“ (בשביל), das Natronai sehr oft gebrauchen soll, läßt G. vermuten, daß alle Antworten des Fragmentes von N. herrühren. Diese sprachliche Eigentümlichkeit des Natronai b. Hilai hebt G. bereits in seinen. ,,Geonica“ I, S. 50, Anm. 1 Ende hervor. Doch ist ,,wegen“ keineswegs eine besondere Eigentümlichkeit Natronais. Wie G. selbst in ,,Geonica“ daselbst zügibt, kommt sie auch bei Ben Bäboi;mehrmals vor. Soweit dieser Ausdruck bei Natronai —- in nur sehr wenigen Fallen —vorkommt, geschieht es nur in dem die Anfrage wiedergebenden Teil, in welchem die Worte der An fragenden kurz wiederholt werden. Der Ausdruck ,,wegen“ könnte da von den Anfragenden stammen. In unserm Fragment, in dem der Sammler nach einem einheitlichen Plan eine Anzahl von GA. sehr stark gekürzt hat, dürfte das die einzelnen Anfragen einleitende ,,wegen“ ein: Ausdruck des Sammlers sein und nicht des Gutachters. G. meint, daß הכין חזינא bei Hai nicht gebräuchlich sei (S. 49 ob.), inui spricht deshalb diesem Gaon das GA. S. 65/7 Nr. 6 ab. Doch hat Hai diesen Ausdruck in der Responsensammlung Schaare Zedek fol. 40 Nr. 24, fol. 51 Nr. 36, fol. 72 Nr. 6, fol. 92 Nr. 44, ferner bei Harkavy זכרון לראשונים I 4 Nr. 71 und Nr. 182 (s. dazu Tykocinski, Gaon. Verordni ngen S. 19/20 und S. 70), wahrscheinlich auch Nr. 181, dann in הל׳ פסוקות Nr. 79 und גאוני מזרח ומערב Nr. 42. S. 344 ist G. geneigt anzunehmen, daß das Gutachten auf S. 345 wegen תחומין von einem spätem Gaon stamme, da die Geonim vor Scherira und Hai nicht die Gewohnheit hätten, ihre Antworten mit einem Segens- Spruch zu verbinden. Doch Assaf, קדית ספר VI S. 333, verweist auf einen solchen Segen bei Sar Schaloin. Ich füge noch hinzu den Gaon Amrarn bei Mann in JQR. 1921 S. 446, Musafia, Rcsponsen der Geonim Nr. 56, und in Seder Rab Amram S. 1, ferner Nehemja in JQR. XIX S. 105/6 und einen ungenannten Gaon in JQR. XVIII S. 401/3. . Wichtige historische Nachrichten bringt auch die den ,,Fragmenten aus den gaonäischen Schriften“ beigefügte stark polemische Abhandlung des Ben Baboi:; Bestehen babylonischer Gemeinden in Jerusalem und an andern Orten Palästinas, Streit zwischen diesen Gemeinden und den andern Gemeinden in Palästina wegen, des־ Gottesdienstes (S. 55:6).. Von besonderem Interesse ist die. Charakterzeichnung des Gaons Jehüdai in Snra, dessen Schüler Rabba der Lehrer des Schreibers war, eine Schilderung, wie wir sie sonst nirgends finden. Ferner der Briefwechsel Jehudais mit den Gelehrten Palästinas, in dem es sich um gewisse Bräuche in diesem Lande handelt, die der Gaon׳ von Sura als nicht dem Gesetze entsprechend

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