Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 2 · p. Seite 151

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 151 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829991-2829994-2838159--51924-2838251
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Bespröchupgöh 151 mißbilligt (B. 556 ff. und 571 unten)1 Wenn aber Ben Baboi, sich auf Jehudai berufend, gewisse auf den Gottesdienst, das Abschreiben der Tora, סרכא, das Fasten am Sabbat und am Neujahrsfest, sowie auf das!Be~ schneiden bezügliche, von denen im Babylonien .abweichende Bräuche Palästinas mit Glaube ns Verfolgung begründetes. 551 unten, 555, 559, unten ff. und 564 ff.), so werden wir diesen Zusammenhang bei dem ausgesprochenen polemischen Charakter seiner Schrift nicht als gesicherte Tatsache gelten lassen können. Wie G. nachweist, hat die Abweichung der genannten Bräuche in Palästina seinen Ursprung bereits im Talmud. Die Schrift Ben Babois ist bereits einmal von Mann, teilweise auch von G. selbst in seinen ״Geoniea“ veröffentlicht worden. Doch die in der vorausgeschickten Abhandlung־ dargelegten neuen Gesichtspunkte rechtfertigen die abermalige Veröffentlichung. Wer das neue Buch Ginzbergs aufmerksam gelesen, wird dem Ver- Jasser für das wertvolle Geschenk dankbar sein, das er der Literatur .ge.- macht hat, und die darauf verwandte fleißige Arbeit und Wissenschaftliclm Sorgfalt zu schätzen wissen. 'H. Tykocinski, : Archives of the United Synagogue-Report and Catalogue^ by Df. Ge eil Roth (London 1980, 71 pages, printed for private circulation). Das Jahr 1866 kann als Wendepunkt in den inneren Verhältnissen der englischen Judenschaft gelten. An Sukkotli dieses Jahres hielt Oberrabbiner Nathan Marcus Adler bei einem Frühstück in seiner'Sukkah. dell anwesenden Londoner Gemeindevorstehern vor, daß es notig• sei, die' verschiedenen ״aschkenasisclien44 S-yiiagogen in der Altstadt unter einer Verwaltung zu vereinigen. Der Vorschlag wurde mit Beifall angenommen, und ina Jahre 1870 wurde durch Pariamen.isbeschluß die ,, United Synagogue“ ( Vereinigte Synagoge) gegründet, die, obwohl sie ursprünglich nur fünf Synagogen in sich faßte, heute über 40 Gotteshäuser in London beaufsichtigt, für die religiösen und sozialen Bedürfnisse und das Ünterriclitswesen der jüdischen Gemeinde sorgt und durch ihre geistliche Körperschaft in gewissem Sinne in ihrer Rechtsgewalt alle Judenschaften im Britischen Reiche umfaßt. — Natürlich sind die frühen Berichte einer Einrichtung von salöh erstaunlichem Fortschritt und von solch erstaunlicher Entwicklung von höchster; Wichtigkeit für das Verständnis und die Wiederherstellung der zeitgenössischen Geschichte der englischen Judenheit. Daher ersuchte der Rat der Vereinigten Synagoge Herrn Dr. Cecil Roth, ,,alle Urkunden der Vereinigten Synagoge zu sammeln, zu untersuchen, abzuschätzen, in Klassen einzuteilen, zu beschreiben, ein Verzeichnis von ihnen anzufertigen und Vorschläge für ihre Wiederherstellung, Erhaltung und Verwertung, zu machen‘4. Als Ergebnis seiner Untersuchung hat Df. Roth ein Heft verfaßt, das der Rat an seine Mitglieder ausgegebeii hat. Die Aufgabe, der sich der Verfasser mit großem Geschick unterzögen hat, erwies sich nicht als anziehend, da Berichte von drei alten Gemeinden , die die Hauptbestandteile der Vereinigung von 1870 waren, verloren ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.