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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 6 · p. Seite 612

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 612 (sequence 4)
Language
German
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612 Besprechungen sondern auch die Endworte der von ihm beschriebenen Stücke angab. Aber auch diese Methode versagt bei zusammengesetzten Stücken. Wir werden später Gelegenheit haben, ein Stück ',את מלחמות ד zu erwähnen, das aus mehreren (8 oder 10) einfachen Stücken besteht, von welchen ein Mittelstück, יזם אגגי, in den meisten Quellen fehlt; weder die Anfangsnoch die Endworte des zusammengesetzten Stückes werden von diesem Ausfall berührt. Dieses Übel könnte nur durch die Angabe der Anzahl der Verse eines Stückes bei seiner Beschreibung behoben werden. Manchmal können auch umgekehrt zwei Gedichte mit verschiedenen Anfangs- Wörtern• ■identisch sein. Die Ursache der Differenz kann auf einem -Druckfehler, wie es wahrscheinlich bei מתי אחלום der Fall ist (s. 0.), oder auf einer unrichtigen Konjektur beruhen. Vom Gedicht ישרו בעיני (Nr. 138 dieses Bandes) zum Beispiel fehlt in einem Ms. das erste Wort, es wurde in יפו emendiert und kommt so in mehreren Ausgaben vor. Es sind selbstverstündlich auch Änderungen seitens des Dichters selbst oder Interpolationen durch fremde Hände nicht ausgeschlossen. Außer den bereits aufgenommenen verspricht der Herausgeber in seinem Vorworte noch eine Anzahl von Stücken im erklärenden Teile zu veröffentlichen: Zehn Pijjutim (er zählt bloß neun auf), die erst nach der Drucklegung ihm zugänglich geworden seien (ein Stück von diesen, יזם אגני, ist, wie bereits erwähnt, kein selbständiges, sondern ein Teil des zusammengesetzten את מלחמות דד, Nr. 19 dieses Bandes), weitere 14 (es werden 15 aufgezählt), die er als solche, deren Autorschaft zweifelhaft sei, zuerst zurückgestellt habe. Eine Anzahl von Pijjutim blieben aber dem Herausgeber auch jetzt unzugänglich (wir wollen hoffen, daß nur einstweilen), so einzelne Teile des zusammengesetzten אדר היקר (Davidson, Nr. 1209, zählt deren acht, von denen nur drei in dieser Ausgabe sich befinden), אזכר מעללי יה (ebd. Nr. 2218), אתן לאלי עוז ותפארת (Bacher, Die hebräische und arabische Poesie der Juden Jemens, S. 4ל, des hebräischen Teiles, mit Angabe der durchaus nicht sehr schwer zugänglichen handschriftlichen Quellen; fehlt bei Davidson) und mehrere von den in Luzzattos und Neubauers Verzeichnissen angegebenen Stücken. Ich möchte dabei die Hoffnung aussprechen, daß der Herausgeber ein Verzeichnis der in seiner Ausgäbe nicht veröffentlichten, irgendwo aber unserem Dichter zugeschriebencn Pijjutim aufstelle, nebst Angabe des Grundes für ihre Nichtaufnahme, wie er es im 2. Bande dieser Ausgabe S. VII Anm. 1 hinsichtlich der profanen Poesie tat. Es mag den Anschein haben, daß die Anzahl der religiösen Gedichte des Dichters, die man seit S. D. Luzzatto rund auf 300 schätzt, in Wirklichkeit viel größer ist. Man muß aber dabei den bereits von uns erwähnten Umstand berücksichtigen, daß unserem Dichter viel fremdes Gut untergeschoben wurde. Der Sammler des Luzzattoschen Diwan gesteht offenherzig, daß viele der von ihm gesammelten Gedichte nicht authentisch seien. Das Akrostichon יהודה könne nur als schwacher Beweis für die Autorscliaft gelten, da mehrere Dichter diesen Namen trügen. Besonders, meint

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