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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 533

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 533 (sequence 9)
Language
German
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Besprechungen 533 die älter waren, als zwölf Jahre und sechs Monate. Als das Mädchen iirii das Alter von zwölf Jahren und sechs Monaten körperliche Reife erreichte, würde sie eine בוגרת und hiernach vollständig frei von jedweder elterlichen Macht. Sie seihst durfte sich in die Ehe geben, während ihr Vater es nicht tun konnte (Kidduschin 41 a; Maimonides Ischut 3I2); ihre Einnahmen und ihre Funde gehörten ihr; und in jeder-Hinsicht hätte sie die vollständige Autorität einer unabhängigen Person. ׳Wir würden a priori annehmen, daß sö-lch ■eine revolutionäre Deutung von den konservativen Gruppen, wie sie in der sadduzäischen Partei organisiert wären, bekämpft worden wäre. Die spezielle Bezugnahme auf das Gesetz im Buch der Jubiläen scheint diese Tatsache festzusetzen. Eine weitere Bestätigung der Hypothese ergibt sich aus dem Nachdruck auf Din ahs Alter in den Testamenten der zwölf Patriarchen. Testament Levi berichtet uns, daß Levi achtzehn Jahre alt war, als er Schechem in Wiedervergeltung seiner Unbill an Dinah erschlug. Nun hat diese Angabe keinen anderen Zweck als anzudeuten, daß Di nah zwölf Jahre alt war, da sie sechs Jahre jünger war als Levi (Jubiläen 28, 14, 23). Auf das Alter Levis wird gleichfalls Gewicht gelegt in. den aramäischen und syrischen Fragmenten ־ des Testament Levi (s. Charles, Greek versions of the Testaments of the twelve Patriarchs, S. 254, Zeile. 16). Dieser wiederholte Nachdruck auf einen solch unscheinbaren Punkt deutet eine verborgene Absicht an, die in diesem Falle in die Augen springt, wenn wir sie. in Beziehung zu Din ahs Alter bringen, und, von da aus, zur allgemeinen Auslegung des Wortes נערה. t Eine , in die Augen fallende Ähnlichkeit' zwischen dem Buch der Jubiläen und der rabbinischen Tradition ist ■in der Jakobs-Geschichte zu finden. . Wir hören, daß Rebekka, zuerst mit Jakob über seine Eheschließung sprach, als er ,,neun mal sieben: Jahre alt war (254)“ und daß sie in ihn drang, nicht dem Beispiel seines Bruders Es au zu folgen* der kanaanitische Frauen 1geheiratet hatte, sondern eine Frau aus ihrer eignen Familie zu nehmen. Wir würden kaum verstehen, warum hier solches Gewicht auf Jakobs Alter gelegt ist, wenn wir nicht die rabbinische Äggada heran ziehen, welche die Zeit der Heirat Es aus mit der Tochter Ismaels in das Jahr von Ismaels Tod verlegt, d. h. Jakobs und Es aus 63. Jahr. Der Talmud leitet das Datum in der charakteristischen Art und Weise von dem Vers her: ,,So ging Es au zu Ismael und nahm zu den Frauen, die er schon hatte, Mahalat, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrähams, die Schwester des Nebajoth, zur Frau“ (Gen 289). Dazu bemerkt der Talmud: ,,Wenn die Schrift schon sagt, daß sie die Tochter Ismaels war, ist es dann nicht selbstverständlich, daß sie die Schwester des Nebajoth war? Das lehrt uns aber, daß sie zu Lebzeiten Ismaels verlobt war, aber erst nach seinem Tode heiratete, so daß. sie Nebajoth in die Ehe gab (Megilla 16 a).“ Es kann kaum ein bloßer Zufall sein, daß das Buch der Jubiläen das Jahr; in dem Rebekka Jäkob warnte,und ihren Unwillen über Esau ausdrückte, iri ihr 63. .)Lebensjahr iverlegt und in das יל Jahr von Ismaels ־ Tod. Offen* ■siphtlich war das das־ letzte Jahr, in dem eine solche Unterredung statt-

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