Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 510 (sequence 17)
- Language
- German
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510 A. Kamin ka Hauptteiles Israels mindestens kontrovers war und von einem Manne wie R. Akiba als ausgeschlossen erachtet wurde. Amoräer des 4. Jahrhunderts suchten nur noch nach Gründen dafür, warum die 10 Stämme untergegangen sind (b. Schabb. 147b). 145. Gott zeigte Moses, temporum secreta et temporum finern. Lev. r. XXVI, 7 im Namen des R. Levi מלמד שהראהו הקב״ה למשה דור דור ושופטיו; וב׳ (abgeleitet von Lev 2027 mit Bezug auf Sauls Tod); b. Menach. 29b (Rab) zeigt ihm Gott in der Ferne der Zeiten die Größe und das Martyrium des R. Akiba. 146. Er sagte ihm: Haec in palam facies verba et haec abscondes. Das hat nichts mit der apokalyptischen Tradition zu tun, sondern mit einer von R. Jehuda b. Schalom tradierten Agada: Moses hatte gewünscht, daß auch die Mischna schriftlich überliefert werde, dies sei ihm aber verweigert worden, da der Herr voraussah, daß die Völker die hl. Schrift (auch hier kurz ,,Thora“, s. o. zu 423) ins Griechische übersetzen und sagen würden: ,,Wir sind Israel!“ (Man merkt deutlich die Polemik gegen Kirchenväter; so sagt in der Tat Justinus, Dialog mit Tryphon, 11: ,,Das wahrhaft Israelitische, Geistige, das Geschlecht Judas . . sind wir!“). Dies sollte wenigstens mit der Mischna nicht geschehen können (Tanchuma, Wajera 5). 144446־־. Scripti sunt . . libri (DCCCIIII, S) nongenti quatuor (M) . . . LXX conservabis, ut tradas eos sapientibus de populo tuo. SyrAethArm wohl richtig 94, wovon 24 geschriebene (diese Zahl für die Bücher der hl. Schrift kennen R. Simon b. Lakisch, Cant. r. 4,11 und R. Ada b. Ahaba, b. Taanith 8a), aber für die übrigen 70 handelt es sich nicht um Apokalypsen, sondern um die Mischnatraktate, wie oben 146! Die Zählung derselben ist schwankend; im babylonischen Talmud sind es 63, aber in der Tosefta zerfällt ,,Kelim“ in drei Teile, vielleicht sind auch die kleinen Traktate dazugerechnet worden. Eine ähnliche Kombination der biblischen Schriften mit den Mischnatraktaten, deren Zahl mit 80 angegeben, ist in Num. r. XIII, 15—16 enthalten (צא וחשוב כ״ד ספרים של תורה ושמונים מן משנה הרי ק״ד). Dieser Abschnitt gehört sonach einer sehr späten Zeit an, vielleicht dem 4. Jahrhundert 'n. Chr., als die Mischnatraktate bereits geordnet und gezählt unter den Weisen zirkulierten. Aber das tangiert nicht den Bericht 141-26^ in welchem nicht von einer Anzahl von Büchern die Rede ist,