Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 509 (sequence 16)
- Language
- German
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Beitr. z. Erklär, d. Esra-Apokalypse u. z. Rekonstr. ihres hebr. Urtextes 509 gestoßen, b. Sanh. 108a, R. Josua b. Karcha מת בנו עמד ופזר את חופתו vgl. Pesik. d’RK XV (f. 120a), Echa r. I: מה דרכו לעשות .♦ ♦ מכבח את הפנסין. IO45• Sterilis fuit annis triginta, propter quod erant anni saeculo tres (nach Orient. Übers.: tria milia) quando non erat in ea adhuc oblatio oblata. Nach Wellhansen sind die 3000 Jahre der Welt bis znr Erbauung des salomonischen Tempels gemeint. Aber Opfer wurden ja viel früher, bereits im Heiligtum in der Wüste, dargebracht, dann in Siloh, Nob und Gibeon. Es kann die wenig über 30 Jahre betragende Regierungszeit Davids über ganz Israel und Juda gemeint sein (II Sam 54); erst nach derselben fing Salomo an, an den Tempel zu denken (die Übersetzer haben die Zahl nicht zu deuten gewußt und verschieden geändert). Verwandt damit ist die Berechnung in Seder Olam rabba XV, wo auch die Hochzeit des Königs Salomo, Hohel 3U, wie in verschiedenen Midraschim, auf den Tempelbau gedeutet wird, wie hier in der Vision vom Hochzeitsfest des Sohnes die Rede ist. 1247. Memoria vestri coram Altissimo, b. Rosch hasch. 34b שיבוא] לפני• זברונכם, derselbe Stil in den Gebeten יעלה וייראה ♦ ♦ . זכרוננו nach Num 109 ונזכרתם לפני (es ist also nicht gerade aus späterer Zeit, wie Gunkel meint). 134047־• Daß die 10 Stämme beschlossen haben, in ihrem Exil jenseits des Euphrat Gottes Gesetze, die sie früher verletzt hatten, nunmehr treu zu halten und darum vom Erlöser aus ihrem Exil zurückgeführt werden (daß sie nach V. 43 durch einen engen Pfad gehen, per introitus angustos, ist in Anlehnung an 73-9 ein feiner Zug, der auf ihre Buße hindeutet) stimmt mit der Ansicht des R. Elieser M Sanh. X, 3 überein, gegen R. Akiba, der sie für verloren hält. Beachtenswert ist, daß letzterer sich gerade auf Deut 2927 וישלכם אל" ארץ אחרת stützt und diese Bezeichnung des Verbannungslandes wahrscheinlich auch ״Arzareth“ (V. 45) ist. Nach b. Sanh. 110b ist die Ansicht des R. Simon (b. Jochai), daß, wenn sie Buße tun s o 111 e n, sie zurückkehren würden, während Rabbi (Jehuda ha-Nassi) ihnen das ewige Heil unter Hinweis auf Jes 2713 zuerkennt. Der Verf. der Vision unserer Apokalypse, nach welchem diese Verbannten geradezu im Mittelpunkte des messianischen Erlösungs- Werkes stehen und die eigentliche große Schar der Befreiten bilden, konnte unmöglich in der Zeit leben, in welcher die Rückkehr dieses