Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829983-2829989-2837872--51541-2837952- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Beitr. z. Erklär, d. Esra-Apokalypse u. z.Rekonstr. ihres hebr. Urtextes 511 sondern beim Vorbilde Moses, V. 5—6 von mirabilia multa und secreta ... et haec abscondes gesprochen wird, dann im Aufträge an Esra ähnlich V. 26: quaedam palam facies, quaedam sapientibus absconse trades. Dort ist die mündliche Lehre überhaupt gemeint (allenfalls auch diejenigen Teile der Schrift, die sich für einen öffentlichen Vortrag nicht eignen, M. Chag. II, 1). Der spätere Verf. der Ansprache Esras an das Volk und des Schlußberichtes über die Bücher1, für den die längst schriftlich bekannte Mischna nichts Geheimnisvolles mehr hatte, gebraucht auch gar nicht mehr das Wort absconse und sagt nur tradas sapientibus. 1447 sapientiae fons, cf. b. Sota 49b ,ונסתתמו מעינות חכמד. (Schluß folgt) Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira(Wedeles)־Bondi. Von Tobias Jakobovits. Die Ergebnisse meiner Studie über Abraham Aron Lichtenstadt Sohn des Naftali Hirz Oettingen in der MGWJ2 sind durch Akten3, in die ich erst nachträglich Einsicht nehmen konnte, belegt. Die Identität Abraham Arons ist durch seine daselbst wiederholt befindliche Unterschrift אברהם ל״ש מבית לוי איטעגץ bestätigt. Er wurde am 20. November 1672 als Primator der böhmischen Landesjudenschaft gewählt und wird in einem Aktenstücke vom 20. Januar 1674 als Stiefsohn des früheren Primators Jakob Aron Lichtenstadt bezeichnet, mit dem er in Unfrieden lebte. Sein Prozeß nahm, nach dem vorhandenen Aktenmaterial, solche Dimensionen an, daß er als einer der größten Prozesse in der jüdischen Geschichte angesehen werden muß. Abraham Aron hatte drei Söhne: Salomon, Elieser (Rabbiner in Holleschau) und David. Von Salomon haben wir berichtet4, 1 Oder nur dieses Schlußberichtes, nachdem das ältere Buch V. 35 mit einem dem Schlüsse des Buches Daniel ähnlichen Gedanken geendet hatte! 2 Wer ist Abraham Aron Lichtenstadt? 74, S. 35 ff.; vgl. auch Tobias Jakobovits, Die Judenabzeichen in Böhmen (im Jahrbuch: GJC. III), Prag 1931, S. 157, 160 f., 178 f. 3 Faszikel nov. män. J 7/61 im Archiv des Ministerium des Innern in Prag — AMI. 4 MGWJ a. a. O. S. 39.