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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 508

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
Date
1932-01-01
Page
Seite 508 (sequence 15)
Language
German
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508 A. Kaminka Tanch. (Jel.), Tissa zu Ex 3319 ,מי שיש לו מעשים טובים אני נותן לו משכרו ומי שאין לו - חכם אני עושה ונותן לו מור,. 845• Tuae enim creaturae misereris, im täglichen Morgengebet ברוך מרחם על הבריות (nach Ps 1459) und in den Gebeten für Neujahr und Versöhnungstag חמול על מעשיך. 917• Für ,,wie die Arbeit, so der Lohn“ (genauer: talis creatiö) hat Scheftelowitz, MGWJ 1926, 295, auf Aboth V, 26 לפום צערא אגרא hingewiesen. Es sind jedoch grundverschiedene Gedanken. Der Spruch des Proselyten in Aboth (eingehend erklärt durch die Anekdote über Hillel, Ab. d’RN XII, Ende) will sagen, daß dei Wert einer Sache oder Leistung nach den Umständen variiert und keineswegs immer gleich ist; eine Beobachtung, über die auch Seneca, De beneficiis, VI, 15—16, spricht, indem er einen dem tannaitischen vollkommen ähnlichen Spruch formuliert: Pretium cujusque rei pro tempore est1 (er zeigt dies an den Beispielen des Arztes oder des Lehrers, der sich besondere Mühe gibt, laborem et taedium tulit לפום צערא). Hier in der Apokalypse ist im Gegenteil in mehreren Gleichnissen von dem konstanten naturgemäßen Verhältnis zwischen Ursache und Wirkung die Rede. Der Satz ist, wie oben S. 212 erwähnt, in jer. Sanh. II und Gen. r. LXXX zitiert (aus dieser Erzählung stammt die kurze Sentenz b. Arachin 17a). 918• Gott spricht von der Zeit, bevor er die Welt erschaffen: Et nemo contradixit mihi tune — und nun sind die Menschen gekommen und haben sich als verdorben erwiesen. Der Gedanke ist verwandt mit dem in Gen. r. XXVII, 4: Gott bereute die Er- Schaffung des Menschen, sagt R. Jehuda, da er sich auf Erden als Empörer erwies; im Himmel hätte er die Auflehnung nicht gewagt (מלמעלן לא היה מורד). Ferner ib. XXVIII, 2, Jalk. Ps 93 § 848, R. Levi: im Gegensatz zu den Fluten, die vor der Schöpfung einstimmig Gottes Ruhm verkündeten, kamen aufeinanderfolgend die Menschengeschlechter, die sich gegen ihn auflehnten und wert wurden, vernichtet zu werden. 938• Über die Parallele zur Vision von der trauernden Frau in Pesikta Rabb. (f. 131—132), s. Isr. Levi, REJ, XXIV, 281—285. 10X~2• In Trauer um den Sohn, der beim Hochzeitsfest gestorben ist, wird das Brautgemach zerstört und alle Lampen werden um- 1 In meinen Parallelen REJ, LXXXII (1926), 251, nachzutragen.

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