Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 496 (sequence 3)
- Language
- German
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496 A. Kaminka וגילה לו את הסוד (Kap. VI) und Sohar zu Gen 1817 (fol. 114), wo auf Abraham düs Wort Arnos 37 bezogen wird כי אם גלד. סודו. Diese Geheimnisse in der Nacht, deren Inhalt nicht erwähnt wird, sind nicht identisch mit der Verkündigung der Zukunft Gen, 15, sondern beziehen sich auf das kosmogonische System, das Abraham nach der Legende aus der Bewegung der Sterne in der Nacht er־ kannt hat (auch im Koran VI erwähnt) und das ihn zum Bekenner des einzigen Gottes gemacht hat1. So meint es offenbar R. Jochanan, daß die Nacht sein Lehrer wurde2. In demselben Sinne deutet Philo (z. B. Quaestiones et solutiones in Genesin, Sermo III, Anfang) Gen 177 als Herausführung Abrahams aus der Irrlehre der Astrologen, um ihn die Unveränderlichkeit der Wahrheit und Tu־ gend zu lehren (ebenso in Gen. r. XLIV, 12 R. Jochanan: er erhob ihn über die sternenbedeckte Himmels Wölbung, und dazu die Be־ merkung 3(רבנן אמרי, נביא אתה ואין אתה אסטרולוגום. 1 Vgl. A. Epstein, RE J, XXIX (1894), 75. — Im Buch der Jubiläen 121921־ betet Abraham in der Nacht, daß er den rechten Weg finde, worauf er in hebr* Sprache aus den Büchern der Väter über die Schöpfung unterrichtet wird (das hängt offenbar mit der traditionellen Zurückführung des Sefer Jezira auf Abraham zusammen und die Stelle kann neben manchen andern Dingen gegen Büchlers Ansicht REj 1930 von einem hellenistischen Einfluß auf das Buch der Jubiläen angeführt werden). Zu der Stelle in S. Jezira vgl. Kommentar des R. Jehuda b. Barzilai (Berlin 1885־), Si 100 u. 266. Die Offenbarung in der Nacht wird auch durch das Psalmwort 16? אף לילות יסרובי כליותי gestützt. Dazu Gen. r. LXI Anfang und Philo, De Abrahamo, 6. (Heinemanns Erklärung dieser Stelle, Hebr. Un. Coli. Ann. IV, 154, durch die griech. Theorie der Entstehung des Rechtes aus Physis könnte daher nur in dem Sinne gelten, daß Philo die ihm bekannte Sage über Abraham umgedeutet hätte). Nach der Lesart גילה לו את סוד sind die 22 Buchstaben gemeint (ed. Eisenst., Ozar Midr., 242). 2 Das Wort ist Sanh. 96a mißverständlich mit Gen 1415 in Verbindung gebracht worden, während es bei R. Jochanan nur eine geistreiche Umdeutung des Satzes ist (,,Die Nacht spricht und belehrt den Mann“). Später hat der Amora Chaninab. Papa (Nidda 16b) allerdings von ״Lajla“ als einem Engel der Schwangerschaft sprechen können, aber gerade in der Diskussion an jener Stelle wird eine ähnliche Auffassung für Jochanan abgelehnt, aber auch für Resch Lakisch ist sie nicht zulässig, da gerade er (Pesik. d. R. K. zu. Ex 19, vgl. Midr. Sch. t. zu Ps 6818 אדבי בם) der Meinung ist, daß zu einem Engelnamen אל gehöre שמו של הקב״ה משותף בשמו של מלאך, מיכאל, גבריאל וב׳. 3 Diese Tradition unterscheidet sich also sehr wesentlich von den beiden andern und die Vulg. kann hier S. nicht als Vorlage gehabt haben.