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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 466

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
Text teilw. in hebr. Sprache
Date
1932-01-01
Page
Seite 466 (sequence 2)
Language
German
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466 J. Bergmann auch bei den Mohammedanern findet. Bei ihnen heißt die Festwoche nach der Geburt eines Kindes ,,Subüa“, wie bei den Juden, und der siebente Tag, der Abschluß der Festwoche, ,,Jom es- Subüa“; Die.Festwoche des Kindes wird von den Mohammedanern in Ägypten noch in der Gegenwart gefeiert. Am Morgen nach der Geburt eines Kindes tanzen vor dem Hause der Wöchnerin Tänzer und Tänzerinnen. Am 4. oder 5. Tage bereiten die Frauen des Hauses Gerichte, die sie Freundinnen und Verwandten schicken. Am 7. Tage, Jom es-Subüa, wird die Mutter des Neugeborenen von ihren Freundinnen besucht. Das Kind wird ihnen gezeigt und von ihnen beglückwünscht. Die Feier des Schlußtages wird durch Gesang, Musik und Rezitation des Koran erhöht. Ana Abend bewirtet der Vater des Neugeborenen seine Freunde wie bei anderen häuslichen Festen. Auch bei den reichen Bedawis war es von jeher Sitte, die Freunde des Hauses sieben Tage nach der Geburt eines Kindes zu bewirten1. Merkwürdigerweise ist es von den Erklären! übersehen worden, daß die ,,Festwoche des Knaben“ zum Teil noch in der Gegenwart bei den Juden des Orients gefeiert wird. So berichtet 1774 Simcha b. Josua in seinem Reisebericht ״Sippure Erez ha-Galil“, auch Ahabat Zion genannt; aus dem heiligen Lande, daß dort an jedem Abend der ersten Wpche nach der Geburt eines Knaben im Hause der Wöchnerin ein Festmahl mit Gesang, Musik und Tanz veränstaltet wird2. Auch bei den Juden in Nordafrikä findet an jeden! Abend von der Geburt bis zur Beschneidung ein Festmahl statt, zu dem Freunde und Verwandte eingeladen werden; das Festmahl des ersten Abends heißt das Festmahl des Propheten Elia3. Bei den Juden , in Kurdistan wird der Vater des neugeborenen Knaben' während der Festwoche ,,Abi ha-ben“ genannt und sowohl in der Synagoge als auch in jeden! Hause mit besonderen Ehrenbezeugungen empfangen4. In Bagdad wird am , 1 .Lane, Sitten .und Gebräuche der heutigen Ägypter, übersetzt von Zenker, Leipzig/1852, III 136, Note 1 und 2, III 137 f. 2 Eisenstein, Ozar massaot 245b: וכן ביולדת עושין שבע שמחות בלילות בשיר ורנן ותוף ומחול• .. . .» . . : .; Benjamin, Acht Jahre in Asien und Afrika, Hannover 1858, 383. ^; .? J. J. Benjamin 121, wo es statt ,,Massechet Sanhe.drin Gap, 4. Fol. 29“ heißen mußv: Sanh. 32b. . ״

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