Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 462 (sequence 7)
- Language
- German
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462 Besprechungen nicht zutreffe, läßt Crescas nicht gelten. Ihm hat das Bisen eine natürliche Bewegung zum Magnet hin, so wie es eine solche nach unten hat, which tendency is due either to its affinity with its appr.opriate locality 07' io some natural property inherent within it of which tve do not Jcnow anything except that it is warranted by sense perception. In den Anmerkungen zu dieser Stelle, S. 562 ff., bespricht W 0 1 f s o 11 die hebräischen Benennungen des Magnets, ,eben söebet und ,eben mdseket und das in einer Altabrizi-Übersetzung vorkommende ,eben zohelet, das durch das arabische zhl veranlaßt ist. Er führt aus der hebr.-philosophischen Literatur —wie ich nachträglich sehe — die Stellen über den Magnet an: Gerson b. Selomo, Josef Zabara, Josef Albo — und weist einzelne Parallelen und Quellen bei den Griechen nach׳ Joseph Albo, Ikkarim I 17, 3 nennt unter den experimentell festgestellten Wirkungen die Anziehung des Eisens durch den Magneten (calamita}. Obadja Berti noro schrieb seine Briefe aus Palästina 1488/9 (Enc. Jud. 4, 320): Das Schilfmeer ist das Meer, in welchem die Calamitasteine sind, so daß die dort verkehrenden Schiffe gar kein Eisen, selbst keinen einzigen Nagel enthalten (Jahrb. f. d. Gesell, d. Juden 3, 1863, 206). Baruch Lindau (1759—1849. Enc. Jud. sv. — Berlin 1788 ), Resit limmudim, Naturgeschichte und Geographie, f. 96b: Der Magnet, 5eben ha-mösekhet, ist aus Eisen und Stein zusammengesetzt. Er zieht Eisenstücke, die kleiner sind als er, an sich oder haftet am Eisen. Er zieht auch eisenhaltige Stoffe wie Bolus (Blutstein), roten Neter (Rötl)1, Trifel, Wasserblei, Zinkpulver und ähnliches an. Eine andere spezielle Eigenschaft dieses Steines ist von großem Nutzen für die Seefahrer. Nähert man den Stein dem Eisenstaub, so sammelt sich dieser an den beiden Enden des Steines: das eine weist nach Norden, das andere nach Süden; an den übrigen Teilen sammelt sich nur wenig, bildet aber immer strahlenförmige Reihen zwischen den Enden. Diese heißen Nord- und Südpol. Daraus ergibt sich, daß die Anziehungskraft des Steines wie ein Strom oder ein starker Wind ist, der ständig strömt. Daher zeigt, wenn kein Hindernis vorliegt, das eine Ende stetig nach Norden, das andere nach Süden. Nimmt man eine dünne, lange Eisennadel und streicht sie, ma Saht einigemal mit dem Magnetstein, dann teilt sich dessen Eigenschaft ihr mit: sie zieht Eisen an und stellt sich in der Richtung Nord-Süd ein. Dadurch hilft sie den Seefahrern den Weg einzuhalten. Man hängt die Nadelmitte in ein kleines rundes Gefäß, in welchem sie ungehindert um ihren Mittelpunkt schweben kann. Unter der Nadel sind 32 Richtungen verzeichnet. Dies Instrument heißt Kompaß. Es weist unter Gebrauch der Seekarte den richtigen Weg. Noch eine merkwürdige Eigenschaft ist zu verzeichnen: die gleichnamigen Pole stoßen sich ab (poli inimici), die entgegengesetzten ziehen sich an (poli amici). 1 Sanders sv. Turmalin: Äschentrip.