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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 461

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 461 (sequence 6)
Language
German
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Besprechungen 461 von der Nadel, so hat diese nicht die Kraft sich in die Luft zu erheben und fällt zurück. Der Stein ist — wenn man so sagen darf — ein Symbol der Schechina, des Magnets Israels. Der Mensch, der den Magnet hält, ist das Sinnbild Israels, des Symbols des Übermenschen, die Nadel das Sinnbild des SchöpfungsWerkes. Insolange .Israel den Willen Gottes erfüllt, nat es die Schechina, sozusagen, in der Hand und diese spendet der Schöpfung Licht und Leben, Wohlgefallen und Freudenfülle, so daß das All durch die Kraft der Schechina, aber als Wirkung der guten Taten Israels erhalten wird. Jehuda b. Jakob Chajjat (15. Jh. zweite Hälfte, Enc. Jud. 5, 190) sagt in seinem Kommentar zu Maarecbet ha־elohut, Mantua 1558, f. 111b: Ich lege dir ein Gleichnis vom Magnet vor. Der weise R. Ezriel hat die Emanation des Ensof mit dem Magnet verglichen, der das Eisen vermöge seiner eigentümlichen Kraft an zieht. Achte auf dies Gleichnis, denn es־ stimmt nach feiner Überlegung nach allen Seiten für die Emanation. Du weißt ja, daß diese anziehende Wirkung des Magnets auf der Kraft von unsichtbaren, verborgenen Dünsten beruht, die vom Steine und durch deren Empfang vom Eisen ausgehen. Fehlt der eine dieser Dünste, so tritt die spezielle Wirkung nicht ein. So, wenn ein Hindernis eintritt, z. B. wenn der Stein mit Öl oder Knoblauch1 * * gesalbt wird, oder wenn zwischen Stein und Eisen ein die aufgehenden Dünste absperrendes Mittelding tritt, oder wenn der Stein zu klein ist, um die Wirkung hervorzubringen, denn es muß zwischen beiden ein gewisses Verhältnis der Menge vorliegen. Anwendung: wenn die Dünste, die vom malchut aufsteigen sollten, infolge der Sünden Israels abnehmen, so können sie nicht emporsteigen, weil sie eintrocknen und trennend zwischen Israel und den Ensof sich lagern, dann steigen die Dünste aus dem Ensof nicht herab und erreichen sie nicht. Dann entfernt sich der Ensof, denn unsere Sünden trennen uns von ihm, wie geschrieben steht (Jer. 523): Euere Sünden haben das Gute euch verschlossen, denn das Gute und die Fülle steigt vom Ensof herab. Nicht nur, daß sie dann nicht emporsteigt, sondern sie sinkt, und es erfüllt sich: gefallen ist, nicht stehet wieder auf die Jungfrau Israel (Amos 52}. Dies geschieht, weil sie sich nach dem Bilde des erwähnten Magnets auf die Kraft des Ensof stützt. Stellt man ein Zwischenglied zwischen Stein und Eisen, so fällt das Eisen zur Erde — so verhält es sich mit der ,,Krone‘4 — doch gilt immer: Gott stützt alle Gefallenen (Ps 14514)1 Hasdai Crescas (1340 — 1410. Harry Austyn Wolfs on, Grescas Critique of Aristotle, Cambridge, Harvard University Press, 1929): Aristoteles lehrt, jeder Körper, der einen andern Körper bewegt, muß gleichzeitig selbst bewegt sein. Die Einwendung, daß dies beim Magnet, מגביטס, 1 Einreibung mit Knoblauch hebt die magnetische Kraft auf (Piutarch und Tzetzes bei Palm), Einreibung mit Bocksblut (siehe, oben) stellt sie wieder her: Pseudo-Zoroaster um 300. Alles bei Palm, S. 2, der auch Geop. XV 1 § 28 Niclas anführt (Hoff mann zu A h r e n s Buch der Naturgegenstände, S. 82, Übers.).

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