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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 460

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 460 (sequence 5)
Language
German
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460 Besprechungen Gerson b. Shelomo aus Arles schrieb gegen 1300 sein Shaar ha-samajim (Gallia jud. 82, 35.7). F. 12b bespricht den ‘awöan-Stein ’eben ha-‘anbar- אלמגנמום nach arabischen Quellen. Es ist der eisenanziehende Stein, mösekhet. Nach manchen ist er nicht vollkommen entwickeltes Eisen, daher ziehe es ihn zum Vollkommenen. So glaubt Ibn Rosd, der behauptet, wenn man zwischen den Magnetstein und das Eisen Essig bringe, so ziehe er das Eisen nicht aus gleich großer Entfernung an. Dasselbe geschieht, wenn man den Stein in Essig tunke :seine Anziehung wird erst wiederhergestellt, wenn er in-Bocksblut (דם עז Ziegenblut) getaucht wird. Der nördliche Polarstern hat Macht über diesen Stein, was sich daraus erweist, was die Seefahrer mit der auf Wasser (schwimmenden) Nadel tun. Er bespricht darauf die andere Anziehungskräfte besitzenden Mineralien. Eine Münchener Handschrift, Aruch-Aus zöge mit deutschen Glossen, bietet ’eben söebet, der Stein, der das Eisen anzieht, deutsch mangnet oder agtstein. Grünbaum, Chrestomathie 463: nhd. agetstein Bernstein und Magnet nach Weigand und Frisch. augstein Jos. Perles, Beitr. z. Gesch. d. liebr. und aram. Studien. München 1884, S. 78. Levi b. Gerson (1321) nennt den Magnet ,eben ha-soebet und ’eben ha-mösekhet (Steinschneider, II. Üb. 127). Eine Escurial-Handschrift über die Kräfte der Steine beginnt mit dem Magnet, der chaldäisch magnitat heißen soll (Steinschneider, Zur pseud-epigr. Literatur 1862, 83). Pseudo-Aristoteles im Buche von den Steinen sagt, es gebe viele Arten des Magnets, manche ziehen das Gold, manche das Silber an (a. O. 58). Zwanzig stellt die Tabelle bei R u s k a (Das Steinbuch des Aristoteles, Heidelberg 1912, S. 16) zusammen: Eisenmagnet, Gold-, Silber-, Kupfer- und Messing-, Blei-, Fleisch-, Knochen-, Haar->, Nägel-, Baumwoll-, Woll-, Stroh-, Wasser-, Öl-, Essig-, Skorpion-, Menschen-, Tier-, Fisch-, Wetzsteinmagnet. Das byzantinische pseudaristotelische Buch: Gaudium atque piethim philosophiae, lieferte Autoren des 13. Jh. ein vielbesprochenes Zitat über Richtung des ־Magnets etc. (S t e i n s c h n e i d e r, H. Üb. 236). Der Sohar führt (II 21a) aus: Der Berg Sinai und Mose zogen sich gegenseitig an: der Stein, der das Eisen empfängt אבנא דמקבלא פרזלא sieht ihn die Nadel, so springt sie zu ihm hinauf .... (J e 11 i n e k, Beiträge 1, 38). Aus des Isak b. Samuel aus Akko Werk Meirat'enajim (Ene. Jud. 8, 547) führt J e Mine k (a. O. 2, 74) felgendes an: Hält jemand, der die Eigenschaft des Magnets ״eben söebet ha-barzel kennt, denselben in die Luft und zeigt ihm eine Nadel, so zieht er die Nadel, ja auch einen großen und schweren Nagel in die Luft empor. Obwohl nun der Magnet hierzu nicht des Menschen bedarf, dehn er kann selbst die Nadel heben, so ist doch der Mensch die Ursache der Aufhebung der Nadel in■ die Luft, denn er hat ja den Stein in die Nähe' der Nadel gebracht. Entfernt er den •Stein

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