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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 459

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 459 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen 459 Um 1190. Die 11. von 32 medizinischen Fragen des Sefer sa‘asuim lautet: Weißt du, wie der Speisesaft zur Leber gelangt, wo doch weder der Dünndarm, noch die Leber eine entsprechende Öffnung aufweist? Antwort: Durch eine spezielle, arabisch chassija genannte, unbegreifliche, nicht natürliehe Kraft, wie die des Magnets, der das Eisen nicht auf natürlichem Wege, sondern durch eine wunderbare Kraft anzieht und ebenso wie der arab. mas, vernaculär diamon — Diamant — genannte Stein durch das Eisen nicht zerschlagen werden kann, wohl aber durch das Blei. Joseph Ibn Zabara, Sepher Shaashuim ed. Davidson, S. 104. Dazu S. 161, wo כאבן נפלאה למשוך לברזל durch איימבט erklärt wird. Maimuni spricht im More (II 12 S. 25a M u n lc, S. 99 Übers, und Munk, Addit. S. 369) vom חגר אלמגבאטיס von den Übersetzern durch 'eben söebet wiedergegeben. Al־Charizi setzt Magnetes hinzu. Munk, ,Zusätze z. St. S. 369. Steinschneider, H. Üb. 430: C'est ctinsi que Vaimant attire le fer de loin an moyen d'une force qui se repand de lui dans Vair qui approche le fer. C’est pourquoi il n'exerce pas Vattraction ä quelque distance que ce soit, de meme que le feu ne chauffe pas d quelque distance que ce soit,?nais seulement ä une distance qui permet la modification de Vair qui est entre lui et la chose ckauffee par sa force..... Um dieselbe Zeit — 1200 — übersetzt Berachja ha־Nakdan eine Schrift: ,,Kraft der Steine“ (Hs der Bodleiana, Rabb. fran§. S. 496), die mit dem Magnet אאי^ט beginnt. Enc. Jud. 4, 185 hält dies irrtümlich für die älteste Erwähnung der Bussole in Europa. Steins chne ider sagt H. Üb. 964: ,,Die Stelle über den Magnet ist unbeholfen, verworren, wahrscheinlich auch defekt. Es ist offenbar von der Anwendung der Magnetnadel als Kompaß die Rede, obwohl die Angabe der Richtung fehlt. Der Nachsatz scheint nicht allein von der Nadel im alten schwimmenden Kompaß zu sprechen. Die älteste Erwähnung der Bussole in Europa fand man bisher bei dem proven£alischen Dichter Guyot de Bercy und dem englischen Scholastiker Neckam (st. 1217). Es wäre sehr merkwürdig, wenn uns Berachja die bisher unbekannte älteste Quelle erhalten hätte, was ich allerdings nicht glaube.“ Die hehr. Stelle lautet in Übersetzung; Magnites .... Es gibt eine Art, welche die Seefahrer mitführen, denn durch sie erkennen sie, wenn sie auf dem Meere sich verirren, die Richtung (רוח). Sie zieht das Eisen an und man gibt eine Nadel ins Wasser und den Magnet daneben, so daß die Nadel zu ihm hineilt. Der Diamant aber reißt ihm durch seine größere Kraft.die Nadel weg. Die Stelle ist• korrupt, aber es ist nicht vom Kompaß, sondern nur von-der schwimmenden Magnetnadel die Rede. Hillel b. Samuel b. Eleazer (dieser aus Verona, Enc. Jud. sv) -um 1220—1295 sagt in seinem 1290 beendeten Tagmule ha-nefes (Lyck 1874, ed. H albe rs t am, S. 17 Z. 9) ,,Wie der Magnet ,eben ha-söefet (LA S. XIV söebet,:אדמבט, ארמגט lies aimant) die Kraft hat, das Eisen an sich zu ziehen . . . Daselbst f. 35b: Perus. ha25־ hakdomot: Zerstößt man den Magnet in kleinste Stücke — למשהויות — so verliert er seine Kraft.

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