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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 458

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 458 (sequence 3)
Language
German
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458 Besprechungen Des Ammoniterkönigs Krone und Jerobeams Götzenbild hingen durch einen Magnet freischwebend in der Luft. Talmud (Az. a. O.), Midras (»Samuel a. O., M. ha-gadol bei K o h u t, Nachträge S. 23.. חגר מגנטים MZs 15 — 1898 — 249) und Targum (a. O.). Ebenso schwebt ja Mohammeds SargI (Grünbaum, Chrest. 368 Bo chart, Hieroz. 2, 699). Eine reiche Sammlung durch den Magnet frei schwebender Dinge bietet Palm, der Magnet im Altertum. Sachs 2,10 hat eine Parallele aus Cedrenus angeführt. Palm 15: Das Bild der Arsinoe: Plinius, Ausonius, Isidorus. Venus aus Magnetstein, Mars aus Eisen: Gaudi an us (um 400). Freischwebendes Cupidobild: Cassiodorus. Ähnlich August'nus (st. 420). Ein Bild des Sonnengottes: Rufmus (st. 410), schwebende Quadriga Pros per Aquitan us (st. 450). Ein f reis ch webendes Bild: Suidas sv Magnetis. Mittelalter. Zu der talmudischen und danach targumischen Erzählung von dem schwebenden Götzenbilde Jerobeams sagt Rasi, ,eben söebet hebe Erz hoch, ohne; es zu berühren, wie der calamita genannte Stein, odei erhebe Erz in die Höhe und erhalte es schwebend מעמידתו באויר oder לתלותו באויר oder העמידו בין שמים לארץ Sota, Snh. a. O. Die .schwere Krone wird durch einen am Throne angebrachten Magnet schwebend erhalten. Toßafot zu Az. a- O. Rasi kennt auch die Fabel, man müsse in manchen Meeren die Schiffe nicht mit Nägeln, sondern mit Tauen zusammenfügen (zu Ber. 8a). Er meint,'wie Straschun zur Stelle bemerkt, den Magnet, der dort den Meeresboden bedecken soll. Calamita: Li pp mann 32 ff. 44. Steinschneider, H. Üb. 494: Intorno ad alcuni passi rel. alla calamita. Zuerst bei Rasi Snh. 107b. D ärmst.- Blondheim Nr. 595: קלאמיטה, LA קלמינטה (auch Albo IVb 542 H u s i k — jamant aimant, מאנט, יומנט. Bei Rabbins frang. 1,495. 506 — איימבט מאגינט. Anonymes Lapidarium cod. Bern אאימבט (HB 13,85 n). v. Li ppm a n n 44: Der Name, calamita für Magnetnadel leitet sich vom gr. loalamos, d. i. von der auf einem Rohrstück schwemmenden Magnetnadel ab, ist in Süditalien schon um 1200 gebräuchlich, stammt wohl aus den Kreisen griechisch sprechender Schiffer und verbreitet sien nach den übrigen europäischen Ländern, als qaramit auch nach deni Orient. Danach gehört die Rasi-Glosse zu den ältesten Belegen des Wortes. Um. 1130 sagt Jehuda b. Barzillaj aus Barcelona: Wenn eines der unbelebten Geschöpfe Gottes etwas an sich zieht und an seinen sechs Seiten einen Gegenstand, schwerer als er selbst, trägt, der Stein אקרטץ nämlich, der das Eisen an zieht und trägt —üm wieviel mehr trägt der Schöpfer des Alls das All! (Jezira-Komm., Berlin 1885, S. 246. Nicht wie S t e i n - s c h n e i d e r, H.'Üb. 494n ängibL 241). Abraham Ibn Esra (um 1092—1167) zählt neben dem Spreuraffer .(Bernstein), dem elektrischen Fische u. A. unter die unerklärbaren Wunder den das Eisen ,anziehenden Stein (’eben ha-mösekhet ha-barzel) zu Ex 79 auch im größeren Komm. ed. F 1 e i s c h e r S. 42. MGWJ. 42,115. S t-e-i n - s c h neider, H. Üb. 603 aus Ibn Esra,ebenso; am Rande מגניט שואבת.

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