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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 457

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 457 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 457 zweiten Auflage (1929) des Werkes nicht, da der Stoff inzwischen für eine gelegentliche Erledigung zu reich geworden war. Dafür bietet er jetzt in der vorliegenden Monographie auf Grund unglaublich weitschichtiger Literaturkenntnis eine erschöpfende Behandlung der Frage. Seine Ergebnisse sind S. 43 kurz zusammengefaßt : In China ist bisher die Kenntnis der Magnetnadel vor Beginn des 11. Jh. n. Chr. nicht sicher erwiesen. Weder Inder, noch Griechen und Römer der alten und hellenistischen Zeit, noch die Byzantiner des frühen Mittelalters wußten etwas von der Magnetnadel1. Die Araber erfanden sie weder selbständig, noch besaßen: sie sie im 8. bis 10. Jh. Der älteste arabische Bericht stammt aus dem Jahre 1242. Vom hohen Norden abgesehen i31 in Europa die Anwendung als Seeweiser und im Bergbau um 1200 schon seit längerem gut bekannt. Die Bussole dürfte um 1250 in Süditalien entstanden sein, deren Umgestaltung durch Benutzung eines Gehänges zum Kompaß einige Jahrzehnte später. Das Wort Kompaß scheint erst gegen 1300 zu belegen zu sein. Im Norden Europas wurde die Magnetnadel vermutlich schon in frühmittelalterlicher Zeit selbständig entdeckt und durch die Normannen zu Beginn des 11. Jh. nach Sizilien und Süditalien verbreitet. Des Anteils der Juden gedenkt L. auf S. 26: Barachja Ben Nakdam lies: Berachja ha-Nakdan;und S. 30: Ben Soloman, ein spanischer Arzt (?). Was bei Juden über den Magnet vorkommt, sei hier zusammengestellt. Der erste Jude, der den Magnetstein erwähnt, ist Philo (de mundi opificio § 141 Gohn-Wendland). Er sagt von der magnetis lithos: Von eisernen Ringen haften die näher am Steine aufgereihten fester, als die durch mehrere Ringe von ihm getrennten. Kurz erwähnt er die Anziehungskraft des Magneten auch de praemiis et ptems § 58. . Auf Philo folgt die frühtalmudisclie Erwähnung. Misnisch heißt der Magnet 1אבן 2השואבת, daraus jüd. aram. אבבא שאיבתא 1 G 20, 2 und RDK z. St. 2 אבבא טבא שייבא C 23, 11. שאובתא jDt 16, 14. Der Ausdruck ist misnisch-hehräisch im Munde des Amora R. Joße b. IJanina (Baclier, P. 1, 445). 1. Sota 47a Snh. 107b in Verbindung mit dem Götzenbilde Jerobeams. Az. 44a M. Sam. 27 S. 129 Bu be r von der Krone desAmmoniterkönigs. 2. שאב bh.mistoisch zu belegen .שואבי מים jSnh. Vf 23du. שואבת Sobb. 2, 4.שואבות־שאבו Ter. 10, 3 Machs. 3, 3 T. I 6 7 3 36 f. שאוב TMikw.. XIV 654 14. שאובין jSabb. I 3C43,J Joma III 40c4). Toh. 4, 7. 11. Mikw. 1, 7. 2, 2—5. 3,3. Ed. 1,3. שאבו Machs. 3, 1. 2. השאוב JNed. I 36d55. שאיבה jOrla II 62a43. Bb. 66a. בית השואבה Suk. 5, 1. 3. j V 55a55. b34 (Grün wald, Jahrb. f. Volksk. 1, 432). Geiger hat im Lehrb. d. Spr. d. Misna seine Kornbination mit syr. subba, ,,Fackel“ vörgetragen. 1 Dagegen war die Kraft des Magneten den Griechen genau bekannt: R ö-m m e 1, Pauly-Krolls Realenz. der kl. Altertumsw.' XIV 474 ff., der nachweist, daß die Erklärung Galens auf die Arabergewirkt hat. Zweifellos ist auch mit seiner Einwirkung auf die Juden zu rechnen. I. H.

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