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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 447

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 447 (sequence 36)
Language
German
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Die Erlösung Elisa‘ b. Abujahs aus dem Höllenfeuer 447 durch gestraft werden, aber am Sabbath ruhen; und aus der Er- Zahlung ist ersichtlich, daß das rauchende Grab das auf Erden sichtbare Zeichen des Vollzuges der Höllenstrafe ist. Wie verhält es sich nun mit dem Grabe Eliäa's? Nahm sich R. Meir vor, nach seinem eigenen Tode Gott zu bitten, es zu veranlassen, nicht bloß daß aus Eliga's Grab Rauch aufsteige, sondern auch daß Eli§a' in die Hölle versetzt und dort; gezüchtigt werde, und das rauchende Grab, wie im Falle der Anhänger Korahs und dem des Vaters des Tinneius, nur das äußere Zeichen der Züchtigung EliSa's in der Hölle sei? Hiernach besteht jene nicht, wie in dem Berichte im palästinischen Talmud, in der Heimsuchung der im Grabe geborgenen Gebeine Elisa's durch das von Gott vom Himmel herabgesandte Feuer, das auf die Bitte R. Meirs bald erlosch, sondern die Strafe wird in der Hölle vollzogen, und der aus dem Grabe aufsteigende Rauch rührt vom Höllenfeuer her.״ Ob derselbe ununterbrochen aufstieg, oder, wie in der Erzählung des Rabbah b. bar-Hannah die von der Erde verschlungenen und in der Hölle gezüchtigten Anhänger Korahs nur einmal in dreißig Tagen vor die Spalte in der Erde gebracht wurden, nur in gewissen Zeitabständen sichtbar wurde? Der von R. Meir nach seinem Tode erwirkte Rauch stieg aus dem Grabe Eliga's bis in die Tage des R. Johanan auf, ungefähr über ein Jahrhundert lang. Der Rauch war offenbar bestimmt, noch viel länger anzuhalten, vielleicht ewig, da Gott es noch nicht für gut befand, Eliga's Züchtigung, wie R. Meir gehofft hatte, nach einiger Zeit einzustellen, jene vielmehr wegen seiner schweren Versündigung, die durch seine Thorahgelehrsamkeit noch erhöht ward, möglicherweise von Gott zeitlich gar nicht begrenzt ward. R. Johanan, der die von R. Meir unvorhergesehene Dauer von Elisa's Züchtigung in der Hölle wahmahm und wahrscheinlich befürchtete, daß diese noch lange könnte ausgedehnt werden, mißbilligte den Vorsatz des R. Meir, seinen Lehrer im Höllenfeuer zu verbrennen, uud gab seinem Befremden Ausdruck, daß die Zeitgenossen des R. Meir und deren Nachfolger nicht imstande waren, Eliga‘ aus der Hölle zu erlösen. Er dachte wohl an die dem Thorahgelehrten offenstehende Möglichkeit, durch sein Verdienst bei Gott für den in der Hölle leidenden sündigen Lehrer Erleichterung oder sogar völlige Erlösung zu erwirken, wie es nach dem palästi-

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