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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 440

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 440 (sequence 29)
Language
German
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440 A. Büchler technische Ausdruck קרב für die Erlösung aus der Hölle, mit der Praeposition des Akkusativs bedeutet näherbringen. Da der entsprechende Gegensatz scheint durch רחק bezeichnet zu werden und bedeutet: aus der Gesellschaft entfernen, in den Bann tun, so dürfte ״ קרבden Gebannten oder Ferngehaltenen wieder heranziehen'‘ sein1, hier ,,den von Gott aus seiner Nähe und aus dem ewigen Leben in die Hölle Verstoßenen wieder aus der Hölle in seine Nähe und ins. ewige Leben bringen". Derselbe Ausdruck findet sich wieder2: R. Hizkijah im Namen des R. Jirmijah berichtete, daß R. Simon b. Johai sagte: Wenn Abraham von seiner Zeit bis zu meiner Zeit näherbringt, will ich von meiner Zeit bis zum Ende aller Geschlechter näherbringen; und wenn Ahijah aus Silöh sich mir anschlösse, will ich alle Menschen näherbringen. In der Parallele3 heißt es: Von mir bis zum König Messias, und wenn Ahijah aus Silöh sich mir anschließen wollte, würden wir von Abraham bis zum König Messias näherbringen. Diesem entspricht der Ausdruck Hizkijahs im Namen des R. Jirmijah im Namen des R. Simon b. Johai4: Ich kann das ganze Geschlecht, das von meiner Geburt bis heute sich erstreckt, von den über dasselbe für seine Sünden verhängten Strafen durch meine Uebernahme derselben auf mich befreien, und wenn mein Sohn Eleazar mit mir wäre, dann von der Schöpfung der Welt bis heute, und wenn Jotham, der Sohn 'Uzzijjahs mit uns wäre, dann von der Schöpfung der Welt bis zu deren Ende5. So könnte R. Meir, als er seinen 1 jer. Moed Kat. III, 81d, 15 sagt der von den Lehrern in den Bann getane R. Eliezer: דומה שהיום חביריי מקרבין אוחי, es scheint mir, daß meine Kollegen mich heute zu sich nahebringen werden. Vgl. Büchler in חגיגת הפתיחה der hebr. Universität in Jerusalem78 ,־ ff. 2 jer. Berakh. IX, I3d, 67. 3 Gen. r. 35, 2, Theodor.' 4 b. Sukk. 45b: יכול אני לפטור את כל העולם כולו מן הדין; Rasi: בזכותי אני סובל כל עונותיהם לפטרן מן הדין. 5 In Aboth R. Nathan, 16, 32b; Jalkut Makhiri, Psalm 10 326 sagt R. Simon b. Johai: Warum sehen Israeliten, die verdienten zur Hölle zu fahren, nicht das Innere der Hölle? Weil sie zu Gott sprechen werden־: Herr der Welt, Du weißt, daß der böse Trieb uns verleitet, wie es heißt Psalm 10314: Denn Er kennt unseren Trieb, Er ist eingedenk, daß wir Staub sind: und Er wird uns nicht zur Hölle fahren lassen. Vgl. Abba Jose in Gen. r. 34, 10 *^Exod. r. 46, 4, und spätere Amoräer in Gen. r. 48, 8; Exod. r. 19, 5 über die Beschneidung, die alle Israeliten, mit Ausnahme der schwersten Sünder, von der Hölle befreit.

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