Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 439 (sequence 28)
- Language
- German
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Die Erlösung Elisa6 b. Abujahs aus dem Höllenfeuer 439 gehenden Teile dieses Berichtes oder bei einem früheren Anlasse seinen Jüngern erklärt haben, daß er es in der künftigen Welt versuchen werde, seinen Lehrer Eli§a' aus der Hölle zu erlösen; es wird ferner die wohl hier nicht erwähnte, aber von R. -Meir sicherlich ausgesprochene Absicht vorausgesetzt, im Jenseits auch für seinen Vater einzutreten. Somit lehrte er, daß auch für den einen oder den andern der beiden Sünder, der durch eine Reihe von Jahren, die vom Tode seines Vaters oder Eliga's bis zum Tode R. Meirs verstrichen, in der Hölle wird gelitten haben, durch diesen Erlösung wird erbeten werden können1. Ferner lehrte er, daß es leichter sein werde, einen Thorahgelehrten aus der Hölle zu erretten, obgleich ihm seine Vergehungen natürlich schwerer angerechnet werden, weil er, gleich dem Behälter der Thorahrolle, in seinem Körper und seiner Seele Thorahkenntnisse enthielt, die die Erlösung dieser Behälter ermöglichen werden2. Der offenbar 1 In The biblial Antiquities of Philo, übersetzt von M. R. James, Seite 179 ff. wird erzählt, wie Deborah, die Prophetin, vor ihrem Tode das Volk ermahnt, Gott treu zu bleiben (23, 4), und, als das Volk sie bat, nach ihrem Ableben an dasselbe zu denken, sie ihm antwortete: (5) Solange eine Person lebt, kann sie für sich und für ihre Kinder beten; aber nach ihrem Tode wird sie weder flehen, noch sich jemandes erinnern können. Darum hoffet nicht auf euere Väter, denn sie werden euch nicht nützen, wenn ihr nicht ihnen gleich erfunden werdet. Wir sehen hier die Lehrerin des Volkes dessen Glauben an die Möglichkeit des Gebetes einer frommen Seele im Himmel für das Wohl der auf Erden lebenden Angehörigen bekämpfen. 2 Vgl. die widersprechenden Aussprüche von zwei Lehrern aus der Mitte und dem dritten Viertels des dritten Jahrhunderts in IJagig. 27a: R. Abhahu sagte im Namen des R. Eleazar: Das Feuer der Hölle hat keine Macht über dieThorahgelehrten, denn wenn schon über den, der sich mit dem Blute des Salamanders, dessen Ursprung aus dem Feuer ist, bestreicht, Feuer keine Macht hat, hat das Feuer der Hölle um so weniger Gewalt über dieThorahgelehrten, deren ganzer Körper aus Feuer besteht, Jerem. 23, 29a. R. Simon b. Lakis sagt: Das Feuer der Hölle hat keine Macht über die Übertreter.in ,Israel: wenn schon das Feuer, das viele Jahre brannte auf dem goldenen Altäre, dessen Goldplatte nicht dicker war als der Golddenarius, über das Gold keine Gewalt hatte, um so weniger hat das Feuer der Hölle über die Übertreter in Israel Gewalt, welche so voll sind von erfüllten Geboten wie der Granatapfel, nach Gantic. 4,3: Selbst die Leersten in deiner Mitte sind voll wie der Granatapfel; Bacher, Paläst. Amoräer, I, 371, 2. Beachte, daß hier, wie im Falle Elisa‘s,der Körper des Sünders in der Hölle gezüchtigt wird*