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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 438 (sequence 27)
Language
German
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438 A. Büchier zu seinem Körper, nach der ändern Meinung brachte er ihn in die künftige Welt1. Viel schwieriger ist der Vorsatz des R. Meir, daß, wenn Gott in der künftigen Welt Eliga‘ nicht aus dem Höllenfeuer erlösen werde, er selbst (nach seinem Tode) den Versuch machen werde, seinen verdammten Lehrer zu erlösen, nach allem, was wir aus der rabbinischen Litteratur ־wissen, daß nach Ansicht der Lehrer eine Fürbitte, selbst: wenn möglich, im Jenseits nicht mehr nütze2. Und nicht minder schwierig ist die Fort- Setzung des aramäischen Berichtes3: die (die Schüler) fragten R. Meir: Wenn du in der künftigen Welt solltest gefragt werden: Wen möchtest du näherbringen, deinen Vater oder deinen Lehrer, (was würdest du antworten)? R. Meir erwiderte ihnen: Erst würde ich meinen Lehrer und dann meinen Vater näherbringen. Und als sie ihn weiter fragten: Würde dir darin Gott Gehör geben? antwortete R. Meir: Lehrt nicht Miänah Sabbat 16, 1: Man rettet am Sabbat aus dem Feuer den Behälter (des heiligen) Buches mit dem Buche und den Behälter der Tefillin mit den Tefillin: so darf ich Eli§a‘ retten wegen seiner Thorahgelehrsamkeit4. Hiernach war der Vater des R. Meir ein Sünder gewesen, der gleich Eli§a‘ zur Hölle verurteilt ward5, und R. Meir muß im vorauf- 1 Vgl. auch Pesikt. r. 20, 95b: Vielleicht wirst du sagen, daß es für den, der: zur Hölle gefahren ist, keine Hilfe mehr gibt; aber wenn man für ihn Gott um Erbarmen bittet, schleudert man ihn aus der Hölle wie einen Pfeil vom Bogen. Vgl. Swete in Journal of Theolog. Studies, 8, 1917, 500—514. 2 Vgl. Apoc. Ezra 7, 102 : Ich antwortete und sprach: Wenn ich Gnade -vor Deinen Augen gefunden habe, so zeige mir, Deinem Knechte, noch dies : Ob die Gerechten־ am Tage des Gerichtes für die Gottlosen eintreten und beim Höchsten für sie bitten dürfen : (103) Väter für Söhne, Söhne für die Eltern, Brüder für Brüder, Verwandte für ihre Vettern, Freunde für ihre Genossen?. . . (105) So wird auch dann keineswegs jemand für irgendwen bitten, noch jemand anklagen dürfen; dann trägt jeder ganz allein seine Ungerechtigkeit oder Gerechtigkeit. אמרון לרבי מאיר אין אמרין לך בההוא עלמא למאן את בעי למקרבא לאבוך או לרבך, אמר לון 3 אבא מיקרב לרבי -קדמיי ובתר כן לאבא, אמרין ליה ושמעין לך, אמר לון ולא כן תגיבן מצילין תיק הספר :111 ,8 ,7 in Kohel. zuta;עם הספר תיק תפילין עם התפילין מצילין לאלישע אתר בזכות תורתו ".אמרין לר׳ מאיר עליתיוז לעלמא דאתי איבון אמרין לך למאן את בעי לאבוך או לרבך 4 Der, äbgeänderte Wortlaut in Ruth r., Kohel. r. und Kohel. zuta ist dem bewußten Bestreben entsprungen, :den Vater höherzustellen. 5 Vgl. Gittin 56 b ff.

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