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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 434

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 434 (sequence 23)
Language
German
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434 A. Büchler erscheinen lassen, im Jenseits nicht seinen Sünden gemäß be~ strafen, sondern, wie R. Meir hofft, ihn in der künftigen Welt erlösen. Sollte Gott aber Eli§a' gerade wegen seiner großen Thorahkenntnisse, die ihn hätten verhindern sollen, sich gegen Gott aufzulehnen, nicht erlösen und ihn das Vollmaß der ihm gebührenden Strafe in der Hölle erleiden lassen, dann ist R. Meir jetzt entschlossen, seinen Lehrer selbst zu erlösen. Da hierauf das Feuer im Grabe erlosch, muß das Anerbieten R. Meirs von Gott als ein großes, mit der größten Bereitwilligkeit übernommenes Opfer angesehen worden sein, im selben Sinne wie die, allerdings im Wesen unvergleichliche Bitte Moses' und ihre Wirkung in Exod 3232.34 die Vernichtung des Volkes Israel verhindert. Es ist jedoch nicht ersichtlich, in welchem Zusammenhänge die Erlösung Elisa's in der zukünftigen Welt oder das Unterbleiben der Erlösung mit den! brennenden Grabe steht, und wodurch R. Meir nach seinen auf dem Grabe gesprochenen Worten es versuchte, das Feuer einzustellen. Und da die Entscheidung Gottes über die Erlösung Elisa's von der Hölle in der künftigen Welt, d. h. im Jenseits erfolgt, wie konnte R. Meir auf Erden davon Kenntnis erlangen, es wäre denn, daß der Brand des Grabes oder eine Veränderung in demselben als Anzeichen der Entscheidung Gottes zu erkennen war? Oder ist R. Meirs Dazwischentreten, wie die Erklärer annehmen, erst nach seinem :Tode zu verstehen und die Erlösung des Toten durch den Lebenden überhaupt unmöglich? In einer Baraitha1 lesen wir: Wenn der. Sohn im Namen seines verstorbenen Vaters einen von diesem vorgetragenen Lehrsatz anführt, sage er nicht: So hat. mein Vater gelehrt, sondern er sage: So hat mein Vater, 1 Kiddus. 3lb unten : במותו כיצד, היה אומר דבר שמועה מפיר לא יאמר כך אמר אבא אלא כך אמר אבא מרי הריני כפרת משכבו. Räsi gibt die drpi letzten Worte durch Folgendes wieder: Möge alles Böse, das über seine Seele kommen soll, über mich kommen. In Neg‘aim 2, 1; Sifr’ä Lev. 13, 2, 60a § 5; Bacher, Tannaiten I, 257, fügt R. Ismael zur Nennung der Kinder Israels hinzu: Möge ich ihre Sühne sein! Vom Hohepriester sagt Synh. 2,1.וכשהוא מתנחם מאחרים כל העם אומרים לו אבו כפרתך והוא אומר'להם התברכו מן השמימי wenn er (nach einem Todesfälle) von anderen getröstet wird, sagt das ganze Volk zu ihm: Mögen wir Sühne für dich sein! Und er antwortet ihnen is Seid von Gott gesegnet! Vgl. noch R.' Simon b. Lakis in Sukkah 20a; Bacher,Palast. Amoräer l, 350, 4; ‘Arukhs. v. 195 ,כדb unten Schechter in Jq. R 3, 1891, 44, 2; Strack-Bille rbeck IV, 1045 ff.

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