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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 420 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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A. ,Büchler 420 R. Eleazar b. äammu'a R. Josxe b. Kisma und R. Eliezer b. Jacob sich in Tiberias niederließen und dort das öffentliche Lehren und Lernen derThorah wieder aufnahmen. Eli§a‘ b. Abujah, der an einem Sabbath an dem Lehrhause in Tiberias vorüberritt, wo R. Meir vortrug, dürfte nicht weit von Tiberias gewohnt haben. Auf die Frage, was die unmittelbare Veranlassung zu seinem Abfall war, wird, offenbar auf Grund seiner eigenen Mitteilung, erzählt1, daß, als er einmal im Tale גינוסר saß und das mündliche Gesetz wiederholte, er sah, wie ein Mann auf die Spitze einer Dattelpalme stieg und, gegen das Gesetz in Deut 226,7, aus einem Vogelneste die Mutter mit den Jungen nahm und trotzdem unversehrt abstieg. Am nächsten Tage2 sah er, wie ein anderer auf die Spitze einer Dattelpalme stieg, aus einem Vogelneste die Jungen ,an sich nahm und die Mutter fliegen ließ, aber beim Abstiege von einer Schlange gebissen ward und starb. Da sprach Eli§a': Es heißt, Deut 227: Fliegen lasse die Mutter und die Jungen nimm .dir, auf daß es.dir wohlergehe und du lange lebest; wo ist nun das Wohlergehen dieses Mannes und wo ist sein langes Leben? Hier ist als sein Wohnort das Tal Gennesar angegeben, das nach G. A. Smith3 die Ebene Ghuweir oder das kleine Ghör am nordwestlichen Ende des Tiberiassees bezeichnet. Wie er zeigt, muß es dort auch einen Ort des gleichen Namens, גיגוסר, gegeben haben, wie übrigens aus einem Berichte in Tos. Tohar. 67 erhellt. Ein gefährlich Kranker wurde von Gennesar nach חמתן getragen von Gruppen von Männern, die einander ablösten; als sie ihn in ihren Händen tot fanden und die Frage der levitischen Verunreinigung den Lehrern vorlegten, erklärten diese nur die letzte Gruppe durch den Toten verunreinigt. Der Kranke wurde wahr- : scheinlich nach dem Vororte von Tiberias getragen, um die heißen Quellen, die sich dort befanden, zu gebrauchen, und. die Entfernung von Gennesar nach Tiberias kann nicht grpß gewesen sein. Es ist wohl kein Zufall, daß R. Meir nach der Meldung seines Schülers R. Simon b. Eleazar in einer halachischen Erörterung4 1 jer., Bagig. .II, 77 b, 62־ ff. '; 2 Vgl. den Wortlaut des ganzen Berichtes in R. Nissim, מפתח, Epstein in תרביץ., II, 1930, 11. 3 Historical Geography, 443. : , ' ־■׳ 4 Tos. Nidd. 3, 11; Baraitha b. 20 a. . :;

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