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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 392

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Briefwechsel zwischen David Kaufmann und Paul Georg von Möllendorf
Date
1932-01-01
Page
Seite 392 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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392 Eugen Mittwoch in seinem wissenschaftlichen Nachlaß neben anderen ähnlichen Arbeiten eine Übersetzung der ״Sihath Hiillin“, der jüdisch« deutschen Lieder von Jehuda Löb Gordon. Br hatte die Absicht, diese Liedersammlung der deutschen Öffentlichkeit vorzulegen. Die Verschiebung seiner letzten Urlaubsreise nach Deutschland und sein früher Tod — Paul Georg von Möllendorff starb nach kurzer Krankheit am 20. April 1901 in Ningpo (China) — haben die Drucklegung verhindert. von Möllendorffs Arbeiten aus dem Gebiete der hebräischen und der jüdisch-deutschen Literatur sind von seiner Witwe dem Seminar für Orientalische Sprachen an der Berliner Universität überwiesen worden. In dem Buche, das sie dem Andenken ihres Mannes gewidmet hat und das umfangreiche Auszüge aus seinen Tagebüchern enthält (״P. G. von Möllendorff. Ein Lebensbild von R. von Möllendorff“, Leipzig 1930), sind diese Arbeiten auf Seite 123 f. im einzelnen auf geführt. Die auf den folgenden Blättern veröffentlichten Briefe stammen, mit Ausnahme von zweien, durchweg aus diesem Teil seines Nachlasses. Der Brief Nr. 2 ist aus dem Nachlaß David Kaufmanns in den Besitz der Ungarischen Akademie der Wissen« schäften in Budapest gelangt, der Brief Nr. 13 stellt einen Abdruck: nach der Veröffentlichung bei Krauß dar. Die Briefe bilden, wie sich aus ihrem Inhalt mit Sicherheit ergibt, nur einen Teil der zwischen Kaufmann und von Möllendorff geführten Korrespon« denz. Der erste Anlaß zu diesem Briefwechsel läßt sich nicht mehr feststellen. Höchstwahrscheinlich hatte Kaufmann schon durch seine ״Attributenlehre“ und die Arbeit über ״George Eliot und das Judenthum“, die schon 1874 in englischer Übersetzung erschienen ist, die Aufmerksamkeit von Möllendorffs auf sich gelenkt. — Zusammengetroffen sind sie niemals. Zeugen die Briefe von Möllendorffs von seiner tiefen Anteilnahme an Juden und ihrer Literatur, so beweisen die Ant- Worten Kaufmanns so recht seine Fähigkeit, wissenschaftliche Begabungen zu erkennen und zu fördern. Die Aufsätze von Möllendorffs über ״Sin“ und über ״Die Juden in China“, die in der ״Monatsschrift“ erschienen sind, gehen auf diesen Brief- Wechsel zurück. Nebenher erfahren wir aus ihm mancherlei über beider Lebensgeschichte, so beispielsweise den Grund, der Kauf-

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