Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Gedächtnisrede Meyer Simon Weyls über die Königin Luise
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 5)
- Language
- German
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Zur Gedächtnisrede Meyer Simon Weyls über die Königin Luise 389 1. Ich habe die am lOten März d. J. zum Gedächtniß der verewigten Königin Majestät von Ihnen gehaltene Rede empfangen, und bezeige Ihnen sowohl über den Inhalt derselben, als über die Bestimmung des Verkaufs- Ertrags Mein Wohlgefallen. Potsdam den 15ten April 1811. gez. Friedrich Wilhelm An den Vice-Ober־Land Rabbiner Weyl zu Berlin. 2. Mit Dank erkenne Ich die Aufmerksamkeit, welche der Vice-Ober- Land-Rabbiner Meyer Simon Weil durch Überreichung der am lOten März d. J. von ihm gehaltenen Rede, Mir bewiesen; und versichere zugleich, daß die darin ausgesprochenen Gesinnungen der Verehrung und Liebe für die Hochstseelige Königinn, Mich tief gerührt und in Mir eine vortheilhafte Meinung von dem Werth des Verfaßers begründet haben. Berlin den 24ten April 1811. gez. Friedrich Wilhelm Kr: Pr: An den Vice-Ober-Land-Rabbiner Meyer Simon Weil alhier. 3. Berlin 15. April 1811. Die Schrift zum Gedächtniß der guten und vortreflichen Königinn hochseeligen Andenkens, welche Sie Mir mittelst Schreiben vom 12. dieses Übermacht, habe Ich erhalten und findet auf alle Weise Meinen vollkommenen Beifal.. Die Zuthuung und Ergebenheit, welche die jüdische Nation beständig an die Regirer des Koni gl. Hauses bezeigt haben, dienet derselben zum großen Ruhm und ist es von dem Herrn Ober Rabbiner sehr löblich, Selbige durch die Herausgabe seines Werck’s dabei zu erhalten und zu bestärcken. Nehmen Sie übrigens meinen besten Danck an für die Mir durch Übersendung Ihrer Schrift bezeigte Attention und versichern Sie Sich der Gunst und Gewogenheit, womit ich Ihnen zugethan verbleibe gez. Ferdinand An den Vice Ober Landes- Rabbiner der jüdischen Nation Absender des Briefes 3 kann nicht der bekannteste Träger des Namens Ferdinand in der Familie Hohenzollern, Prinz Ludwig Ferdinand sein, da dieser bereits im Gefecht bei Saalfeld (10. 10. 1806) gefallen war;es handelt sich vielmehr um den einzigen, im Jahre 1811 lebenden Träger dieses Namens, August Ferdinand von Preußen (geh. 23. 5. 1730, gest. 2. 5. 1813), einen Sohn Friedrich Wilhelms I. und jüngsten Bruder Friedrichs des Großen (Vgl. T. G.Voigtei und L. A. Cohn: Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten und der Niederlande. Bd. 1. Braunschweig 1871. Taf. 78/79.)