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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 384

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
R. Michel Chasid und die Sabbatianer
Date
1932-01-01
Page
Seite 384 (sequence 15)
Language
German
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384 Max Freudenthai חושך יהדפהו ומחבל ינדהו, ימנע מרשעים אורם אין שריד במגורםt וכל ישראל נקיים, מקימי תורת ה׳ תמימה ודבר אלקים חיים t הכ״ד1 המתאבק בעפר רגלי חכמים ותלמידיהם הישיש יחיאל מיכל הנ״ל ר עש״ק כדו תשרי לסדר ולפרט זד. ינחמנו מעצבון ידינו: Ehrwürdige Gemeinde Vorsteher und Aeltesten! Nach Ertheiltung unseren Gruß und friedsamen Wunsch geschiehet unser freundschaftl. Ansuchen, demnach ein gewißer Saloman Zerckawitz, ein Mitglied unserer Gemeinde, welcher durch Kabalistische Schwärmerey zur Anhenglichkeit einer in Offenbach bey Frankf. sich aufhaltende und aller Menschen schädliehe Seckte veranlaßt; diese Seckte durch die von selben aller Orten ausgestreuten mit Rothe Farbe geschriebene alberne Briefe jedem nicht ünbekant ist, worinnen sie mit Bedrohung ihre Seckte, die sie Adomiter2 nennen, bey zutreten auffordern, alle übrige Religionen verwerfen und mit töhrichte Gaucklereien sich lächerliche Religions Gruridsetze machen und sogar dem schon für einige Jahren verstorbenen Jacob Franck, Stiefter ihrer Seckte, eine Gottheit nennen und göttlich verehren tuhen. Dieser Saloman Zerckawitz wird von seiner Schwärmerey so hin gerießen, daß er seine Ehre, sein Gewissen, seine Familie diesen neuen Glauben aufopferte, und entging von hier, nachdem er hier betrechtliche Schulden machte, eine ansehnliche Summe Geld mitnahm und ein unschuldiges junges Weib aus einer ansehnlichen Familie mit drey unerzogene Kinder schändlich zurücke lies, begibt er sich mit einen kleinen Knaben nach Offenbach, veränderte Nahmen und Kleidung, um unerkannt zu bleiben. Nun aber ergiebet sich, daß dieser Leichtling sich gegenwertig in Dreßden aufhält und mit Gründen sich schließen ließ, daß man auch dorten solchen verdächtigen Missioneur einer neuen schändlichen Seckte nicht lange dulden wird und fernerhin sein Aufenthalts Orth unbekannt bleiben möchte. Diesem nach unserer als hiesige Israelitische Religions Vorsteher aufliegende Pflicht heischet, uns in Bedacht zu nehmen, was man von ein junges von ihrem Ehemann verlassenes Weib, wenn sie zu keiner anderen Ehe schreiten kann, zu erwarten und zu besorgen hat. Dahero erlanget unseres freundschaftliches Ersuchen, Ihnen Geliebten als Religionsgenossen auf zum unteren, diesen Saloman Zerckawitz dahin zu bringen, daß er doch auf sein junges unschuldiges und von ihm schändlich verlassenes Weib bedacht nehmen möchte und sie wenigstens miteist einem gesätzmäßigen Scheide Brief zu entlassen trachten soll. Mit Hoffnung, daß Ihnen dieses gutes Werk am Herzen liegen wird, beharren und verbleiben wir mit aller Achtung. Von denen Prager Israelitischen Religions Vorsteher und Oberjuristen. Prag, den 25. Tamus 560 zur kleinen Zahl, den 18. Juli 1800. Michael Bachrach. Eleaßer Flekels. Samuel Landau. Von Prag an die Herrn Eltesten und Deputirten der Judenschaft zu Dresden, abzugeben bey II. Joel Nathan Schleßinger, mit Eltester alda. .הנה כה דברי הכ״ד 1 2 Über den Ausdruck Adomiter s. Dubnow a. a. O., VII, 211.

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