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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 345

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die poetischen Genizafragmente in der Jüdischen Gemeindebibliothek Berlin
Date
1932-01-01
Page
Seite 345 (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829983-2829988-2837631--51355-2837735
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Die poetischen Genizafragmente in der Jüd. Gemeindebibliothek Berlin 345 Nr. 15 2. 1. Vier Blätter (Pergament), ungleichmäßig beschnitten, etwa 9x12,2 cm; zwischen beiden ineinandergelegten Doppelblättern fehlt mindestens ein Blatt; 10—13 Zeilen auf der Seite; Quadratschritt mit Neigung zur Kursive; f. la—2a an vielen Stellen stark verblaßt, manche Buchstaben sind von einer anderen Hand nachgezogen. Die höchst eigenartige Vokalisation dieses Teiles verdiente eine besondere Untersuchung. Der Teil פיענחתה auf fol. 2a unten ist in bedeutend kleinerer Schrift, von einer anderen Hand und mit anderer Tinte geschrieben; f. 2b—4b hat den gleichen Charakter wie der Anfang. Alte liturgische Kompositionen. F. la Bruchstück einer unbekannten Komposition von Pin eh äs (vgl. oben Nr. 27, 3), strophisch und mit alphabetischem Akrostichon gebaut. Von der Mitte der כ - Strophe (ואת ... אלא יש בד,ן מכ1ח) bis zur פ-Strophe einschließlich (Abschluß: שהם אחד עשר יום חסר [?] שעה). Das fehlende Blatt enthielt das Alphabet von צ bis ת. Das Gedicht hat astronomisch-kalendarischen Inhalt. F. 2a zwei dreizeilige Strophen mit Akrostichon פ*3חם, auf. פוארו שבים עשר כוכבים לזרוח, Schluß: סלילת כל מאורי אור בשמים לזרוע; darauf Überschrift יתברך אדיר und eine dreizeilige Strophe פיענחתה יצירה נמתה יהי אור te, wieder mit Akrostichon פינחס und die erste Strophe einer alphabetischen Dichtung (wohl eines Jöser), anf. אור עולם הכין נאור mit qädös-Strophe. F. 2 b enthält merkwürdigerweise nicht die Fortsetzung, sondern ein neues Gedicht. Überschrift: יוצר לשבת, alphabetisch mit je einer qädöS-Strophe hinter allen drei Strophen. Erhalten sind Strophen א bis ח und נ bis צ. Anfang: אסלדה בחילה לשוכן שמים, Schluß: יצר אדם לשמו לשוועה (f. 4b). 2. Einzelblatt (Papier), 9,5x13,3 cm, einseitig beschrieben, 18 gut leserliche Zeilen, Quadratschrift mit Neigung zur Kursive, gelegentliche (späte) Vokalisation; an einigen Stellen durchlöchert. Hymnus. Behandelt Gottes Allmacht; stilistische Eigentümlichkeiten machen ein sehr hohes Alter wahrscheinlich1. Strophisch gebaut, 1 Dieser Hymnus bildet die Einleitung zu einer polemischen Dichtung von S a‘a d j a Ga’ö n (Stücke daraus hat Dr. B. M. Levin im תרביץ III

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