Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Lexikalisches Allerlei
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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294 Felix Perles Göttingen nannte mir auf meine Anfrage freundlichst folgende Belege des'״nicht häufigen“ Namens: ״Bei ,Arib (Tabari continuatus), ed. de Goeje, S. 158 und 167, sowie im Kitäb al Aghäni (s. Indices). In allen Fällen scheint es sich um Unfreie zu handeln, wie man ja Sklaven überhaupt gern ״poetische“ Namen beilegt (״Zephir!“). Hat aber nicht auch bei den Juden eine Neigung bestanden, solche ״schöne“ Namen zu bevorzugen?“ Die ־ allgemein übliche Lesung כפיים ist also nur Volksetymologie. Auch der verbreitete neuhebräische Name חיים ist nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, identisch mit dem bekannten Wort für ״Leben“, sondern geht nach Steinthal auf Spanisch Jaime (Jakob, vgl. englisch James) zurück. סדר T ־ Tos. Kidduschin 514 (ed. Zuckermann 343, Z. 8) כל שעייסקן עם הנשים לא יתייחד עם דגשים. כגיץ הסדרים (wofür Le vy und Dalman die La. הסרידץ vorziehen). Auch b. Joma 85a1 2 kommt ein לר הסדר vor. Ich vermute, daß hier ein Derivat von סודר (= aouddpiov) vorliegt, also ״Fabrikant von Tüchern“ oder ״Händler mit Tüchern.“ Eine solche Kattäl-Bildung von einem griechischen Worte hat ihre Parallele in בלן und פ!ךר und ist im vorliegenden Falle um so weniger auffällig, als ja ein semitischer Stamm סדר vorliegt, an den die Form volksetymologisch angelehnt werden konnte. Erst nachträglich sehe ich, daß schon Krauß I, 186, die gleiche Ableitung gibt. Im Wörterbuch (Bd. II) bringt er das Wort überhaupt nicht, scheint also von seiner früheren Meinung abgekommen zu sein. Jedenfalls hat das Wort nicht die von ihm angenommene Bedeutung ״Schneider.“ Unter den in der Fortsetzung unserer Stelle genannten Berufen steht ja schon ausdrücklich ״ החייטיןdie Schneider.“ פנק M. Tamid האברין והפדרין שלא נתאכלו מבערב ם ו כ ק י ן אותם לצדדי המזבח. Auch im Piel: M. Mikwaot 2ß המסכל! את הטיט לצדדין halte ich für 1 Mechilta 103b. 2 S. jetzt L. Gin z b e r g, Journal of Jew. Lore and Phil. I (1919) 201.