Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Lexikalisches Allerlei
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829983-2829988-2837624--51288-2837680- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Lexikalisches Allerlei 291 Bock, nach der Etymologie ,,Eselbock' V wohl wegen der langen Ohren/' Das persische Wort ist aber auch ins Babylonisch- Aramäische gedrungen: b. Chullin 59b nennt eine Ziegenart עיוא כרכרו, wofür verschiedene alte Textzeugen, כרכיו bezw. 1כרכרו bieten. Ein Ortsname כרכרו existiert also in Wirklichkeit garnicht. לכד ,,blenden“ Midr. Tillim (zu 1836) ed. Buber 81 b אין לך אפילה גדולה יותר מאותה שעה הסמוכה לשחר ואם יעלה גלגל חמה באותה שעה שהבריות ישיכין היו כל הבריות נלכדים אלא עמוד השחר עולה ומאיר לעולם תחלה ואחר כך גלגל חמה עולה ומאיר ואין הבריות נלכדים. Die hier offenbar vorliegende Bedeutung ,,blenden" ist meines Wissens noch in keinem Wörterbuch verzeichnet. Auch das mischnische הא וחו את העירם ,,Taschen- Spieler"1 2 scheint von der gleichen Grundbedeutung auszugehen. מטפרס Das an mehreren Stellen des babylonischen Talmuds3 belegte מט פרם (immer in dem Ausdruck ,שקליה למט פ ר סיד ,,er hat seine Vergeltung erhalten") ist zwar in seiner Bedeutung gesichert, doch schon textlich4 unsicher und vollends in seiner Ableitung noch ganz unaufgeklärt. Ich wage daher zu den verschiedenen bisherigen, z. T. höchst unwahrscheinlichen Erklärungsversuchen versuchsweise eine neue Deutung zu stellen. Da (1ez an 0 pe 60 p ai schon in klassischem Griechisch für ,,strafen", ,,rächen" steht, könnte doch auch ein in dieser Bedeutung freilich noch nicht belegtes just an 0 p 0 c, das lautlich genau מטפרם entsprechen würde, angenommen werden. ספלי מרון M. Jadajim 46 (und Parallelen) findet sich zu ספרי המירם ,,die Schriften Homers" die Variante מירון und מרון. Sollte das nicht Map uv sei, der Beiname von Vergilius, der in 1 Vgl. Koliut IV 316 a־b s. v. כרבץ. Rabbinowicz, דקדוקי סופרים z. St. 2 VgL. darüber J. L ö w, Festschr. für Karl Marti 195. 3 Pesachim 57b; Jebamoth 105b; Sanhedrin 21a; Kerithoth 28b. 4 Zunächst ist neben מטפרס auch מטופרם überliefert und dann מטרופסא durch Ms. München belegt. Da der Aruch ed. pr. überall מטופרס (u. zw. im Alphabet vor מטר) hat, dürfte die Lesart נלטרופסא doch recht zweifelhaft sein. 19’