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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 278

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Massa JHWH
Date
1932-01-01
Page
Seite 278 (sequence 6)
Language
German
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278 Harry Torczyner Gottes ,,Last" oder mit Gottes ,,Anspruch", ausgeschlossen und gewiß kein irgendwie möglicher Grund gegeben, darum schon den Sprecher, sein Haus und sein Volk aufs schwerste zu verfluchen. Weiter: Wenn in V. 33 nach ma^ä' ,,Ausspruch" gefragt wird und die Antwort ,,ihr seid der ma^ä,״ dieses Wort doch gleich anders — als Anspruch oder auch Last — verstanden wissen will, mußte da nicht ausdrücklich gesagt werden, daß nunmehr mas^ä* anders gemeint sein will, etwa in der Form: Ihr seid der ma^ä’, aber nicht ein ma^ä’ der Worte, sondern eine Forderung des Gläubigers (.איש בריעהו nttb אתם ממשא, אך משא דבדים כי אם משא א$זר Vgl. Am 8U)? Ferner: Der Fragende gebraucht das Wort ,,Anspruch" für den ,,Ausspruch Gottes"; warum dann die doch wahrhaftig nicht naheliegende Beziehung der Bezeichnung von Gottes Rede auf — das Volk Judas? In V. 33 wird diese höchst seltsame Umbe- Ziehung nach der Lesung der LXX ,,ihr seid der ma^ä״f wenigstens ausgesprochen. In V. 38—39 jedoch fehlt auch das: Weil ihr — für Rede jhwhs — ma^ä' Jhwhs sagt . . . . , darum — bin ich euer Schuldforderer und gebe euch preis! Müßte nicht auch hier gesagt werden, daß nicht die Rede, sondern das Volk ein ma^ä’ Jhwhs ist? Und endlich ein Argument allgemeiner Art: Auch in anderen Fällen wenden sich die Propheten gegen Worte, die die Zeitgenossen gebrauchen. Das Volk und seine Propheten führen Redensarten im Munde wie ,,Die Väter haben Herlinge gegessen und der Kinder Zähne werden stumpf (= herb)" (Jer 3129 Ez 182), ,,Es (Jerusalem) ist der Topf und wir das Fleisch darin" (Ez 182) und viele andere, die die Propheten zu gebrauchen verbieten: ,,Sie sollen (das) nicht mehr sagen!" (Jer 3129 u. ö.). Aus der Fülle solcher anstößiger Wendungen, die von Arnos, Jesaja, Jeremia, Ezechiel so oder ähnlich gerügt werden, heben sich bei Jeremia besonders einige Äußerungen heraus, die das Vertrauen auf Gottes Bindung an Jerusalem, den Tempel und seine Kultheiligtümer betonen. ,,Gottes Palast, Gottes Palast, Gottes Palast ist diese Stätte1 (74)", ,,Die Bundeslade Jhwhs", wie man ,,nicht mehr sagen" und welchen Gegenstand man sich ,,nicht in den Sinn kommen lassen, nicht 1 L. המקוים הח־ז für die Abbreviatur (!) המה ygi. Eneyelopaedia Judaica IV, 523.

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