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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 276

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Massa JHWH
Date
1932-01-01
Page
Seite 276 (sequence 4)
Language
German
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276 Harry Torczyner schwört das Volk, die Gebote Gottes zu halten und verspricht auch: ,,Wir wollen erlassen das siebente Jahr und die Forderung jeder Hand!f< (נטש ארדהשנה הטבעית ומשא כלייייד]). Dies, ,,Forderung, Anspruch“, ist jene Bedeutung von משא, in der allein es mit נטש oder עזב ,,erlassen“ —und außer mit dem Stammwort נשא mit keinem Verbum sonst! — verbunden wird, und dieses משא muß es auch sein, um das es in Jer 23 sich handelt. Allerdings wäre dies dann nicht משא mit Sin, sondern משא, bzw. המשא mit Sin, das auch Dt 152 in anderer Schreibung als .משד im St. cstr. vorkommt, hier wieder mit einem Wort für ,,erlassen“ (שמט) verbunden (vgl. auch •משאת מאומד Dt 2410, pl. משאות Prov 2226), und das zu נשה ,נשא gehört, während in Jer 233340־ ausnahmslos משא geschrieben ist. Jedoch bringt, auch abgesehen von der Leichtigkeit eines allfälligen Irrtums der späten Punktation, auch unser Text selbst in Jer 2339 im Wortspiel mit מש’א die nur eben aus dem Begriff der ,,Forderung“ verständliche Wendung: ונשיתי אתכם נשא ,,und ich bin euch Schuldforderer“ (s. weiter), die danach nicht in ונשאתי אתכם נשא zu ändern ist. Ferner bieten aber auch in Neh 5, wo משא nach aller Meinung ,,Forderung“ bedeutet, •zahlreiche gute Handschriften (vgl. z. B. De Rossi z. St.) und Drucke: משא mit Sin, wonach auch in der Bedeutung ,,Forderung“ diese Aussprache möglich war — vielleicht wegen der ungenauen Unter- Scheidung beider Zischlaute, wie sie bis auf unsere Zeit bei vielen Juden vorkommt und in alter Zeit (vgl. Ri 126) wie heute als für bestimmte Volks teile charakteristisch galt. Zweierlei scheint nun daraus seine befriedigende Erklärung zu finden: Zunächst scheint völlig klar der Passus V. 35—37: So sollt ihr sprechen, einer zum andern, und jeder zum Bruder: ,,was hat Jhwh geantwortet und was hat Jhwh geredet?“ Aber ma^ä׳ ma§§äJ Jhwhs sollt ihr nicht erwähnen, denn massä’ wäre die einem Mann zustehende Sache (= sein Anspruch, die Forderung) und ihr hättet so (durch die zweideutige Aussprache) die Worte des lebendigen Gottes Jhwhs der Heerscharen, unseres Gottes verdreht. So sprich zum Propheten: ,,Was hat Jhwh dir geantwortet und was hat Jhwh geredet? Wenn ihr aber ma^ä1 Jhwhs sagt...“ Hier scheint wirklich die schlechte Aussprache des Wortes den Anstoß zu bieten. Nicht der Ausdruck!משא יהוד an sich, der sonst an anderen Stellen der Bibel ohne Skrupel ge-

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