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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 258

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 258 (sequence 13)
Language
German
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258 Besprechungen hebräische Büchertitel durchgehen, aber ungarische, russische u. ä. Titel müssen westeuropäischen Benutzern doch verdeutscht werden.) Ich habe zu den im Folgenden beispielshalber ausgewählten nur 32 (von ca.. 15 000) Stichwörtern des J. L. nicht weniger als 63, fast ausnahmslos mir selbst bekannte wesentliche Werke führender Gelehrter als Lit. notiert, die bei den betr. Artikeln nicht erwähnt werden, davon 50 Bücher und Aufsätze aus der Zeit ab 1900; zahllose, der Schriftleitung vorgelegte weitere einschlägige Arbeiten bleiben dabei unberücksichtigt. Die ursprünglich vorgesehene Zitierung der vielen Dutzende von Lit.-Desiderata unterbleibt aus Raumgründen. Frömmigkeit (dieser Art. läßt übr. auch sonst viel vermissen: Verhältnis zur Ekstase, Askese; auch wäre zu ,,fromm“ sprachlich allerlei zu bemerken; fromm eig. ״tauglich“ wie kascher) — Jakobsegen — Jesus (der Art. behandelt Jesus im rabbinischen Schrifttum und im jüdischen Mittelalter so gut wie gar nicht) — Kirchenväter — Literatur, hebräische — Literatur, jiddische — Makkabäer — Mandäer — Manichäer — Mathematik — Mechilta des Rabbi Simon — Memorbuch — Mesa- Inschrift — Messias (hier fehlt eig. so gut wie alles) — Michael, Iieimann — Mosessegen — Paulus (nicht eine Zeile Lit.!) — Predigt (es fehlt auch eine gewisse Auseinandersetzung mit der katholischen und protestantischen Predigt, also Probleme wie: Predigt als Erbauung, Erziehung, theolog. Erörterung, als Zeugnis) — Schawuot — Secharja — Sechut Awot — Stahl, Friedrich J. — Stern, William — Stiftshütte — Strafrecht (Besserungs- und Erziehungszweck der Strafe überhaupt nicht behandelt) ■— Unsterblichkeit — Vater Unser — Vital, Chajim — Volkskunde — Weltschöpfung — Zehn Stämme — Zorn Gottes. Literatur ein teilung. Bei größeren Lit.-Angaben ist deren Gliederung oft vollkommen unübersichtlich, weil ungeordnet. Praktisch wird immer eine materielle neben der chronologischen und alphabetischen Einteilung sein. Man sehe z. B. nur die Lit. zu den Art. Inkunabeln, Jesus, Mendelssohn Wirtschafts־ und Sozialgeschichte an, die völlig ungegliedert und daher schlecht benutzbar ist; Ähnliches gilt für Art. Talmud, wo jegliche populäre Lit. fehlt! V. Inkorrektes Hebräisch. Aus der Fülle der Beispiele, die ich für diesen Aufsatz ursprünglich eingereicht hatte, greife ich wegen des Raummangels nur kurz heraus: ״Arba Turim“ — obwohl die biblische Quelle Es 28i7 ארבעה טורים: sagt, diese Form allein auch der Grammatik entspricht u. Jakob ben Aschers Werk tatsächlich auch Arba’a Turim heißt, erscheint im J. L. (auch schon Bd. I, Sp. 431) fast immer die falsche Form, vgl. Bd. III, Sp. 138 (im Hauptartikel, mehrmals!), Sp. 853/4, 1136, auch in der Inkunabelnliste (mehrmals), Bd. V, Tafel 162; richtig z. B. Bd. III, Sp. 588; Bd. V, Sp. 378. Schechina — Gelu!־ Schechina ist falsch, der Konstruktus von Galut lautet ebenfalls Galut. Schewa mobile und Schewa quiescens werden in der Transkription oft verwechselt. Die Dageschierung ist oft falsch.

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