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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 254 (sequence 9)
Language
German
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254 Besprechungen darauffolgenden Additionen der Schätzungs zahlen desselben Jahres für die einzelnen Erdteile nicht überein (15 80000 ל): Differenz 21 188. Allein die Zahlen von Amerika variieren um 3600 ל. Die Differenz wird z. T. auch darin liegen, daß für Turkestan und Afghanistan in der Ländertabelle —- einziger Fall in dieser Tabelle — keine Zahl angegeben ist, obwohl eine solche genau so zu.s chätzen war, wie etwa für Arabien! Die Länderstatistik ist hinsichtlich der letzten Zählungsergebnisse bedauerlich ungleichmäßig aufgezogen; entweder man gibt diese genau an (wie für Polen, Rumänien, Schweiz, Niederlande u. v. a.) oder man rundet auf Hunderter oder Tausender ab. Beides nebeneinander ist aber unmöglich und war teilweise auch gar nicht nötig; man braucht für Deutschland z. B. nicht die runde Zahl für 1925 mit 564 000 anzugeben, wenn 2 Seiten hinterher die genaue Zahl von 564 379 folgt; dasselbe gilt etwa für Bulgarien. — In der Tabelle ,,Jüd. Zentren“ (Sp. 669 ff.) fehlen die wichtigen Verhältnis Ziffern zur Gesamtbevölkerung. In der Einleitung zu diesem Art. heißt es (Sp. 631), daß er ,,lediglich Bevölkerungsstatistik behandelt“ — der denn auch 40 Sp. gewidmet sind —, während für die anderen statistischen Gebiete auf andere Artikel verwiesen wird. Dabei hat die Redaktion übersehen, daß dem Abschnitt über die Bevölkerungsstatistik nicht weniger als 27 Sp. (671•—698) unter der eigenen Überschrift ,,Berufsstatistik“ folgen! Es fehlt eben im J. L. an allen Ecken und Enden an sauberer Redaktionsarbeit. Das beweist auch die folgende Auswahl von Ungenauigkeiten: In der Ländertabelle steht für Litauen (1923) die Zahl von 155 323, im Abs. Litauen: 153 332; welche Zahl ist richtig? Schweden figuriert für das, Jahr 1920 in der Ländertabeile mit 6474, im Abs. 20 sowohl mit 6449 wie mit 6474, im Art. Schweden selbst dagegen, gleichfalls für 1920, mit ,,offiziell 6469“; man kann alsoauswählen. Mesopotamien hatte nach der Ländertabelle 1920r 87 488, nach Abschnitt B 2: 88 488 Juden. Für Palästina werden im Jahre 1922 angegeben: in der Ländertabelle 83 794, Sp. 662: 83 774. Die Zählen der Juden in Tunis unterscheiden sich gar um 10 000: Ländertabelle 64 243, Sp. 664: 54 243. Man verliert den Mut, weiter zu vergleichen: für Südafrika, Australien, Marokko ähnliche Unstimmigkeiten. Die schlimmste Entschuldigung wäre die, daß es sich um Druckfehler handele — in einer Statistik! — Alles, was im J. L. unter Statistik fällt, bedarf (,oft geforderter) gründlichster Überarbeitung. Steinthal, Heymann—■ enthält kaum ein Wort über seine wissenschaftliche Bedeutung und die Richtung seiner Forschung! Streitschriften — dieser Art. hätte auch einen gruppierenden Abriß der polemischen Lit. der Juden (nicht nur der gegen die Juden) geben: sollen, die etwa in den Wikkuchim eine Gattung für sich bildet: gegen Christentum und Apostaten, gegen Maimonides, Islam (vgl. Steinschneiders Polerm und apolog; Lit., 1877), gegen Sabbätaj Zewi, Streit Eybeschütz/ Emden, gegen Blutbeschuldigung, Streit um Reform., Zionismus, AbwehrliL usw. usw. (auch Hinweis auf Apologeten würde nicht genügen).

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