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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 253

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 253 (sequence 8)
Language
German
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Besprechungen 253 Schechina — Beispiel eines schlecht redigierten Artikels: vgl. den. Stil von Zeile 4/5, kein Hinweis auf Art. Gottesnamen, wo auch die übrigen Raum-Synonyma für die Gottheit behandelt werden (Makom, Eljon, Schamajim) und außerdem siehe unter Abs. V (Hebräisch) und Abs. III Logos., Felix Abers ״Memra und Schechina“ in der Breslauer Seminarfestschrift 1929 Bd. II ist nicht zitiert, die ganze bibl. Wortgeschichte fehlt. Schwein — zu diesem Stichwort genügt natürlich nicht Hinweis auf die Art. Fauna (wo von Schw. im Text Sp. 600 und von der Tabelle, ebenso wie z. B. von Bd. II Sp. 1278, fälschlich auf einen Art. Schwein ausdrücklich verwiesen wird!), auf Reinheitsgesetze (wo es auch nicht erwähnt wird!), und auf Speisegesetze (mit wenigen Zeilen), sondern dieser ״Komplex“, der die ganze jüd. Kulturgeschichte begleitet, bedarf eigener Darstellung: von dem babylon. Kult-Schwein und den kanaan.. Schweine^ opfern an (vgl. H. Vincent, Ganaan, 1907) über Jes 654, 663 und 17; II Makk 6l8) über die Verspottung der Jud. als Nichtesser von Schweinefleisch bei den Römern bis zum Schwein als Spottsymbol auf die Juden (Ziegel der 10. Legion, Judensau im Mittelalter, Judeneid auf Schweinehaut). Die halachische Frage der Schweinezucht und das übrige rabbinische Material war zu berühren. Die islamischen Parallelen fehlen — bis zum ״Chansir“ (hanzir) als Schimpfwort für den Ungläubigen. So entfallen auch Hinweise auf Louis Andree, Das Schwein in mythologischer und sittengeschichtliöher Beziehung (ein Werk, das ich leider nicht selbst einsehen konnte); J. Ph. Cassel, de Judaeorum odio et abstinentia a porcina, Magdeburg 1740; W. Baudissin, Adonis und Esmun; Rob. Smith usw. Sichern — die neueren Ausgrabungsergebnisse kommen hier (wie auch sonst; der ausgezeichnete Art. ״Ausgrabungen“ im 1. Bd. ist bereits 1926/27. abgeschlossen!) doch wohl viel zu kurz, die 6 Zeilen hierüber sind im Hinblick auf Sellins Funde von 1926 (Stein von Sichern u. a.) nichtssagend; vgl. oben zu Megiddo. Sintflut — der Gegenstand ist nur lite rargeschichtlich, nicht auchpaläogeographisch behandelt, die Literaturangaben sind ganz dürftig. Sirk(e)s5 Joel — ist in dieser Namensform, in der ihn das J. L. selbst wiederholt (z. B. in den Artikeln Darche schalom, Krakau), sodann Jew. Enc.; Cassel, Dubnow, Karpeles bringen, im Lexikon nicht zu finden, auch nicht unter ״BaCh“, dagegen unter Serkes, wo ihn wohl nicht jeder sucht. Im Art. Haggahot wird gar auf Stichwort * Joel Särkes verwiesen! Statistik der Juden — hier ist auch nicht mit einem Wort erwähnt, daß die Bibel mehrere ״statistische“ Aufzählungen gibt, geschweige denn, daß auf den Art.. Volkszählungen verwiesen wäre. Der Art. enthält auch kein Material über das Mittelalter, für das schon eine Zusammenstellung der aus manchen größeren Ländern und Städten überlieferten Zahlenr unbeschadet ihres wissenschaftlichen Wertes, interessant gewesen wäre. Weiter: Schätzungszahlen sind gewiß keine exakten Zahlen, aber deshalb müssen sie doch exakt addiert, werden. . Die ל— in der Gesamttabelle leider nicht vollzogene! — Addition der Schätzungs zahlen für 1930 (Sp. 633 ff.) ergibt 15 828 188, stimmt aber mit den wenige Zeilen

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