Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen 249 teilungsu. 13 Notizblätter herausgegeben hat, nachdem deren Zahl z. B. bis 1926: 10 bezw. 16 betrug. Auch ist diese Ges:. nicht 1900, sondern nach eigener Angabe 1897 gegründet. (Nb.: Die Gesellschaft für Geschichte und Ethnographie in Palästina (Jerusalem) ist überhaupt nicht erwähnt.) GomperSj Samuel — kein Wort, daß G. zunächst die j. Arbeiterbewegung wie überhaupt alle j. Fragen ignorierte und daher bei der j. Arbeiterschaft Amerikas sehr unpopulär ־war; ferner ist sein Konflikt mit Zwangwill wegen der Anti-Immigrationsbewegung nicht erwähnt. Hakenkreuz — wie es zum antisemitischen Symbol wurde, also die Hauptsache, ist nicht behandelt (vielleicht über des deutschtümelnden Turnvaters Jahn bekannte 4 F in Kreuzform). Hier fehlt auch manche Literatur. Inkunabeln — nach welchem Prinzip die (leider nicht numerierte) 103 Inkunabeln umfassende Liste angelegt ist, ist unklar und auch nicht dargelegt, ebensowenig, wie die Angabe von 170 bekannten Inkunabeln belegt werden soll. Vollständig ist die Liste nicht. Beispielshalber sind David S. Sassoons und Elkan Nathan Adlers Sammlungen in London nicht ausgewertet. U. a. fehlen A. Cohens ,,Hebrew Incunabula in Cambridge“ (J Q R 1907, S. 744 ff); E. S. Artoms Beschreibung der hebr. Inkunabeln der Nationalbibliothek Turin (Bd. I der Soncino-Blätter 1925), Amzalaks ,,Tipografia hebraica em Portugal no sec. XV“ (1922) u. manche andere Spezialia in den Lit.-Angaben, die unübersichtlich sind (s. u. Abs. IV, Ende); daß De-Rossis ״Annales Hebr.-typ.“ mit ,,Section XV“ (!) statt ״sec (uli) XV“ erscheinen, ist auch nicht gerade erbaulich. —An den Details dürfte sehr viel auszusetzen sein. So druckte die 1487 in Neapel erschienenen Sprüche (mit Kommentar v. Imanuel ben Salomo) nach De- Rossi, Steinschneider, Cassuto, Artom, Amram, Jacobs, Cohen, Ginsburg nicht Josef Gunzenhauser, sondern Chajim ben Isaak halevi Aschk.-Gunz. (der nach anderen nur Korrektur gewesen sein soll), dgl. steht Gunzenhauser statt Samuel ben Samuel aus Rom bei den Ketuwim (Hiob usw.j Neapel 1487 (nicht I486?!). Für den Soncino-Talmudtraktat Baba Mezia (1488/9) ist nicht New York der ״nächste Standort“ — ein überdies unklarer Hinweis —, sondern Sassoons Sammlung in London. Für den spanischen Druckort Gua d a 1 a j a r a; kennt die Liste und der Artikeltext (Sp. 17 Nr. 3) nur den Druck von David Kimchis Profetenkpmmentar durch Salomo ibn Alkabez aus dem Jahre 1481, während z, B. Elkan. Nathan Adler Fragmente von Eben haeser, Choschen mischpat und Jore dea gleicher Provenienz besitzt; Steinschneider (Bodl. Sp. 1190,,Nr. 36),und die Jew. Enc. kennen auch den Eben haeser vom J. 1481 (82?), vgl. auch Catal. de la bibl. de L. V. Saraval, Triest 1853, S. 6, Nr. XVI und Steinschn. Bqdl. 869, 2280, Den obengenannten Drucker Salomo (ben Moses ben) Alkabez hälevi identifiziert, nebenbeibemerkt, das J. L. erstaunlicherweise mit dem türkischpalästinensischen Kabbalisten und Dichter des Lecha dodi, der jedoch der Enkel des Druckers sein könnte.