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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 248

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 248 (sequence 3)
Language
German
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248 Besprechungen iaboker *י— Schor habar — Sechstes (siebentes, achtes) Buch Mosis — Selig (der selige Vater); Seligkeit, ewige (weder sachlich noch etymologisch behandelt noch auch verwiesen) — Sieben (die Bedeutung dieser Zalil in der altjüdischen Kultur wird im Art. Zahlenmystik in ganzen 4 Worten erledigt) —■ Smith,, W. Robertson — Steiner-Prag, Hugo — Sterbegebete — Trennung von Staat und Kirche — Veisuchung — Vier Gefangene (Abraham ben Davids Erzählung) — Vorderasien (oder Vorderer Orient); es fehlt eine zus ammenfassende Darstellung der jüd. Geschichte und Kultur (Religion, Mythus, Recht, Literatur, Realien usw.) im Rahmen der altorientalischen Zusammenhänge, insbes. eine vergleichende Uebersicht des vorderasiatischen Götterhimmels — Wallach, Otto (berühmter Chemiker; Art. war abgeliefert) — Werner, Cosman (Rabbiner in München von großer jüdisch-politischer Bedeutung, auf den im Art. München verwiesen wird) — Werner, Sidonie (Führerin der jüd. Frauenbewegung) — Wort Gottes (als Hypostase) II. Unzureichende Bearbeitung. Nicht wenige Artikel lassen eine Durcharbeitung unter großen und fruchtbaren Gesichtspunkten, kulturgeschichtliche Vergleichungen, wissenschaftlich oder für das praktische Leben interessante Einzelheiten vermissen. Allzu oft fehlt die sachliche, inhaltliche Abrundung, ja auch nur minimale Vollständigkeit. Und gar der Kleinigkeiten, die sorgsame Austeilung vermissen lassen, gibt es eine Legion. Zuzugeben ist, daß hier , der subjektive Geschmack, das sichere Fingerspitzengefühl des: Herausgebers bezw. Schlußredakteurs mitsprechen; doch dürfte der folgenden, an dem Arbeitsprogramm des J. L. orientierten Zusammen- Stellung einiger Mängel vom Standpunkt rein sachlicher Zweckmäßigkeit wohl von keiner Seite widersprochen werden: Erbauungsliteratur — der Buchtitel des ,,Zenne Renne“ nirgends aus Schir haschirim 3, 11 erklärt. Friede — daß es einen sog. kleinen ,,Traktat vom Frieden“ gibt, Perek (ha)schalom (über friedliche Gesinnung), der die auf den Fr. bezüglichen Bibelstellen aufführt, ist überhaupt nicht erwähnt, ebensowenig die interessante Stelle b. Jeb. 65 b, wo sogar die Notlüge zur Erhaltung öder Wiederherstellung des Friedens erlaubt wird. Auch die Stelle כל התורה כולה (נמי) מפני דרכי שלום. (Gittin 59׳b) durfte hier wohl nicht fehlen, überhaupt Gitt. 5, 8 u. 9. Friedhof — jt; Friedhofsitten von folkloristischem Interesse wie Niederlegen von Stein chen und Wunschzetteln auf die Mazzewa beim Besuch des Grabes, Gebetflüstern in der Not zu den Toten, Jahrzeitkerzen werden nicht erwähnt.— Art. Fr i e d h 0 f s chändung konnte historisch ,eingeleitet werden mit Hinweis auf den antiken Grabverschluß durch ,Steinplatten (golel) u. auf die (von Zoller erwähnten) Drohsprüche gegen Grabschänder in Grabinschriften, überhaupt antiken Grabfrevel, vgl. Jer 81י Baruch 224. Man denke auch an Eschmunazars, des Sidonierkönigs, phönizische Inschrift (K.. Schlottmann, 1868). Gesellschaft zur Erforschung jüd* Kunstdenkmäler in Frankfurt a/M. In -dem im Herbst 1928 erschienenen 2. .Lexikonband darf man sich doch nicht mit der Angabe begnügen,.daß die Ges. ״bis zum Weltkrieg“ 6 Mit-

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