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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 247

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nachwort zum Jüdischen Lexikon [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 247 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 247: der folgenden Liste keine auch nur im Entferntesten systematische Durcharbeitung des J. L. zu Grunde. Die zahlreichen wohlwollenden, allerdings vielfach unkritischen Besprechungen des J. L., die dessen Qualitäten und praktische Brauchbarkeit zutreffend hervorgehoben haben, mag diese Auswahl von Desideraten mit der Mahnung ergänzen, die bereits angekündigte 2. Auflage einer ganz umfassenden Durchsicht, sorgsamster Austeilung und teib weiser Umarbeitung zu unterziehen (von dem angekündigten Supplementband ist unbedingt abzuraten). f Der Grund Charakter des J. L., die gedrängte Form seiner Darbietung, wird durch diese Forderung nicht berührt: daß Weitschweifigkeit im Kern nicht mehr bietet als konzise Darstellung, könnte vielfältig bewiesen werden1. Natürlich müssen Begabung zur Organisation wissenschaftlicher Arbeit, Wille zu prägnanter Darstellung und straffzentralisierte Redaktion — ein vielstimmiges Orchester kann nur einer dirigieren —■ sich zum weiteren Ausbau dieses' Standardwerkes des modernen Judentums verbinden; die synthetische Lexikonarbeit ist eine Art selbständiger Disziplin geworden, die ihre eigene Methode hat bezw. noch ausbilden muß. I. Fehlende Artikel. Gewiß wird es immer Stichwörter geben, über deren Dringlichkeit für das J. L. die Meinungen geteilt sein können. Aber unstreitig und unverzeihlich sind doch Lücken (die ohne weiteres vermeidbar waren) wie die folgenden2 *: Friedberg/Hessen (auch im Artikel Hessen ohne Erwähnung für die alte Zeit) — Friedmann, Fritz (berühmter Verteidiger) — Geserd — Glozel (z. B. im Art. Tetragramm besonders erwähnt; ein kurz informierender Art. war geschrieben, wurde aber gestrichen) — Hebräische Bewegung (als kulturpolitische Erscheinung der Gegenwart) — Hexensabbat (Begriffsverbindung! Art. war geschrieben und gesetzt) — Holzman, Michael — (Israel Meir hakohen aus Radin, Verf. des ,,Ghofez chajim“, steht unter Kahan, wo ihn wohl niemand sucht) — Jugendliteratur (als Tatsache, Problem und Aufgabe) — Komzet — Krankengebete —■ die Stettiner Kunstmanns — das bekannte Kose-Suffix des Jüdischdeutschen ״״leben4‘ (mußte in seiner Entstehung, die man verschieden erklären kann, beleuchtet werden) — Levy7D0rn, Max (der große Röntgenologe) — Losbücher (פ1ךל1ת) — Majofis, Israel — Mann, Franziska — Marcion(!) — Märchen oder Märchenstoffe (Art. lag gesetzt vor) —; Märtyrer (nicht einmal die 10 Märtyrer haben einen Art., obwohl auf solchen öfter verwiesen wird) — Meforschim — Mekka (Art. Medina ist vorhanden) ־— Melanchthon (1539 seine Enthüllungen über den Berliner Hostienprozeß 1510) — Mercha-Tipcha (obwohl der ostjüdische Volksmund M. T. sogar redensartlich verwendet) — Mysterienkulte — Og, König von Basan —״־ Ollendorff, Paula — Oneg Schabbat — Ozet — Sachau, Eduard — Schomer 1 Ich werde an anderem Orte weitere Sünden am Geiste des J. L. besprechen und-auch zeigen, wo an Raum hätte gespart werden können. 2 Die uns vorgelegte Begründung jeder einzelnen dieser Monierungen unterbleibt wegen Raummangels. Schriftl.

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