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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 244

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nochmals Die Redaktion des Sifre Zuta
Date
1932-01-01
Page
Seite 244 (sequence 4)
Language
German
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Albeck, 244 ,Schwerwiegender ist aber folgendes: S, 407, Anm.? erklärte ich, daß Jeruschalmi Baba Mez. VII von Joma VI verschieden sei. . Jetzt verweist E. darauf (S. 234!), daß die Stelle in Joma , nach, Bisiba Mez. zu ändern wäre! Er gab also zuerst an, daß in Joma sich eine Parallele zu Baba finde. Nachdem es sich herausgestellt hat, daß weder der Bibelvers, noch der Der.asch identisch §ind, hören wir nun, daß eben alles korrigiert werden müsse. E. ist von seinen Annahmen und Korrekturen so überzeugt;, 4äß er es nicht einmal für nötig hält* dem. Leser den Sachverhalt mitzuteilen;. Es ist ihm eben aufs Wort zu glauben. Wenn wir auch an seine ־Unfe.hh barkeit nicht zweifeln, würden, müßten wir doch fragen, wohin, würde es denn führen, wenn eine solche Methode Schule machen würde, , . Das bisher Gesagte hat nur akademischen Wert. In der Sache selbs t gibt ja E. jetzt zu, daß R. Chija nicht den Redaktor des Sifre Zut׳a •war; Dagegen hält er daran fest, daß dieser Midrasch aus der Schule• des R. Eliezer b. Jakob stamme,. Auf meinen Einwand, daß die Talmude ihre Baraitot aus der: Schule des El. b. J. nicht aus unserem •"Sifre־ ■Zutat schöpfen konnten,, . da. in ihm auch Baraitot von anderen Tahnaiten anonym Vorkommen, erwidert E. ,,vorläufig“, daß die Redaktoren der Midraschim einzelner; Schulen ihren Werken auch die Deutungen anderer Midraschim beimengten. Wegen des Grundstocks dieser Werke' aber konnte der Talmud die Lehren solcher Sammlungen im Namen׳ der betreffenden Schulen anführen, wenn auch in diesen Werken ausdrücklich oder anonym die Meinung eines• fremden Tanna äufgeführt würde. Demnach müßte beispielsweise . ein תנא דבי ד׳ ישמעאל in Babli nicht gerade die Ansicht R. Ismaels präsentieren, sondern hinter diesem könnte, sich eine Meinung verbergen, die der des R. Israel entgegengesetzt sei. E. beweist diese These nicht; denn die Stelle Jeruschalmi Kidduschin I, 59 aist kein Beweis, sondern die Grundlage einer weiteren unbewiesenen Erklärung. Ich kann aber, auch nur ,,vorläufig“ sagen, daß dies nicht nur unbewiesen, sondern auch u n ri ch tig ist.' Wie. könnte sonst der Babli einen Widerspruch zwischen der Meinung des R. Ismael und dem Tanna aus seiner Schule konstruieren (vgl. Meg. 23 a, Zebach. 52 a), wenn der Tanna nicht unbedingt die Lehre des Meisters wiedergeben 1wollte? Wozu zwingt sich der Babli zu antworten: .דורי תנאי .ואליבא דר״י, wenn der ,,Tanna“ nicht mit R. Ismael gleichzusetzen wäre? Nun kam es vor, daß die eine Schule; auch die Meinung einer anderen Schule lehrte (vgl. Joma 59 a und Toss. z. St., Zeb. 119 b, Chull. 69 b und Dik. Sof.), aber nicht anonym! Dies könnte höchstens der Sinn in Jer. Kid. a. a. O/sein; vgl. noch die Stellen in Untersuchungen llä£ A. 1 und 133. Soweit also vorläufig. ׳: Der einen Erklärung zur Verteidigung des Beweises folgt .bei E. eine zweite, die die, Tatsache, daß die B.arai.ta des. R. Eliezer b. Jakob» (Jer. Makk. II) in Sifre Züt׳a eine g.an.z andere Gestalt hat (S, 408)״ veüständlich machen soll. E. behauptet, ich hätte, manche wichtige Einzel־ heit nicht bemerkt, u^d zwar: 1,. Sifre Zuta; 33415; ist in J.alkut. ein Schluß-

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