Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 243

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Nochmals Die Redaktion des Sifre Zuta
Date
1932-01-01
Page
Seite 243 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829983-2829987-2837507--51223-2837584
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

243 Nochmals Die Redaktion des Sifre Zuta clies für unser Problem o'hne Bedeutung Tst. Es kann sein, daß in der Überlieferung das שבללן ausgefallen sei; es ist aber auch möglich, daß die' Baraita ursprünglich eine andere Bedeutung hatte und später auf Challa bezogen wurde usw. Feststeht, daß der vom Jerüschalmi betonte Gegensatz zwischen בלול und נשוך der Baraita des Sifre Zuta nicht zu entnehmen ist, so daß Sifre Zuta nicht die Quelle des Jerüschalmi sein konnte. E. tut aber so, als ob es mir um die richtige Erklärung der Baraita in Babli und nicht um die Quellenscheidung auf Grund des W 0 r 11 a ut es zu tun wäre, und verlegt schließlich das Schwergewicht auf nebensächliche Bemerkungen1, worauf ich mich aber hier nicht einlassen kann. Zum Jerüschalmi Sanh. V, 22, wo E. korrigiert, obwohl die Stelle auch nach seiner Korrektur dunkel bleibt, meint E., seine, Korrektur sei zwingend. Darüber läßt sich natürlich nicht streiten. Auf meine Bemerkung aber, daß es fraglich ist, ob diese Stelle im Midrasch Ilagadol dem Sifre Zuta entlehnt ist und daß E. darauf aufmerksam machen müßte, erwidert er, dies wäre nicht nötig, es handle sich bestimmt um. Sifre Zuta, wie aus dem Worte מלמד und dem Namen R. Eliezer b. Sim. zu ersehen sei. Während man also bei der Lektüre seines Aufsatzes, glauben müßte, daß die Zugehörigkeit der Stelle zum Sifre Zuta außer Frage.stehe, erfährt man jetzt, daß das nur die Meinung E.s sei, auf Grund der angeführten Indizien. In Wahrheit hat weder der Name. R. Eliezer b. Sim. noch der Terminus מלמד (vgl. Untersuchungen, S. 56—57} etwas zu bedeuten2 * * S. 1 Das Sätzchen, S. 407, Z. 9 (״übrigens“!) zieht E. zum voraufgehenden Satz, als ob es mit der Quellenfrage das geringste zutun hätte, und Note 406!, die nur die Zweifel und Unsicherheiten bei der Rekonstruktion des Sifre Zuta andeuten sollte, wird positiv gefaßt. Einen ganz ungerechtfertigten Angriff E.s muß ich jedoch zurückweisen. Ich schrieb: ״Vgl. noch bei Ratner z. St. die andere Lesart (so muß es heißen) der Rischonim . . .“ Darauf E.: Albeck stützt sich hier auf Ratner, der ihn irregeführt hat; denn Ratner zitiert Or Zarua usw. Der Leser dürfte glauben, daß in Or Zarua gar keine andere Lesart zu finden wäre. Aber weit gefehlt! E. behauptet, die Lesart des Or Zarua sowie seine Erklärung seien falsch! Deshalb durfte ich also auf Or Zarua garnicht verweisen, weil E. meint, daß die Erklärung des Or Zarua gezwungen sei! Habe ich mit meinem bloßen Hinweis schon behauptet, daß diese Lesart richtig sei? Darf nun nach E.s Erklärung auf diese Lesart nicht einmal mehr verwiesen werden? Ich bleibe verstockt und werde die Lesart des Or Zarua, wie sie sich auch, trotz E., bei. Raschba findet, nicht wegradieren. 2 Zur Baraita des R. Ghija in Pesikta sagt E., er habe auch angegeben, daß es sich nur um eine ähnliche Auslegung handle. Ich habe aber aus Horovitz zitiert, daß es fraglich sei, 0 b־ d i es e Stelle zum S i f’-r e Zu ta gehör e. Dieses,, das durch Sperrung hervorgehöben ist (und nicht das ,,ähnliche“!), findet sich nicht bei E. 16•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.