Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Amsterdamer Haggada
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 3)
- Language
- German
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Zur Amsterdamer Haggadah 241 von J. Ghr. Wolf in Bibliotheca Hebraica, III, S. 39, Hamburg, 1727, wonach derselbe Pfarrer im Rheinland gewesen war, bevor er nach Amsterdam ging, wo er Jude wurde. Den christlichen Namen des Proselyten gibt Wolf nicht bekannt. Herr Sigmund Seeligmann, Amsterdam, teilt mit, daß er die Erstausgabe der Amsterdamer Haggadah im Originaleinband besitze. Beide Herren bezeichnen Moses Wesel als Mäzen. Die Drucker Ascher Anschel b. Elieser und Issachar Baer b. Abraham, die die Offizin des Kosman Emmerich übernommen hatten, erscheinen demnach als die Druckherren. Ich möchte noch meinerseits hinzufügen, daß Moses Wesel mit dem Vetter des Kosman Emmerich Moses Wesel nicht identisch ist, denn derselbe war schon 1686 tot. Der Förderer der Haggadahausgahe von 1695, ,,in dessen Hause“ sie gedruckt wurde, ist offenbar Moses, Sohn des Josef in Wesel, der die Witwe jenes Moses Wesel heiratete. Näheres über diesen Mann geht aus der Darstellung in ,,Die Familie Gomperz“ von Dav. Kaufmann und Max Freudenthal nicht hervor, so daß wir über sein Verhältnis zu der Druckerei des Kosman Emmerich nichts erfahren. Rahel Wischmtzer־Bernstein.-; Nochmals Die Redaktion des Sifre Zuta1. Im ״Tarbiz“ III, 2, S. 232 ff. antwortet E p stein z. T. auf meine Kritik seines Aufsatzes über den Sifre Zuta in dieser Monatsschrift (1931, S. 404 ff.). Um es gleich zu sagen: In. der Sache selbst sind wir uns jetzt zum großen Teil einig! Denn das Neue in. seinem Aufsatze, daß nämlich R. Chi ja der Redaktor des Sifre Zuta wäre, hält jetzt E. selbst nicht mehr aufrecht. Daß man aber j,a nicht-glaubt, daß er seine Position wegen meiner Argumente verläßt, erklärt er,- er tue dies nur deshalb, weil dieser Midrasch sich zu sehr von allen anderen Midraschim unterscheide, und da in ihm Rabbi gar nicht erwähnt sei usw. Aber all dies hat doch E. auch früher gewußt und. in seinem Aufsatz •entkräften zu können geglaubt? Die Haltlosigkeit seiner darauf bezüglichen Bemerkung habe i ch doch gezeigt (S. 409 f.), worauf E* nicht antwortet? Doch wir wollen nicht kleinlich sein. Es ist erfreulich, daß E~ seinen .Irrtum eingesteht, womit diese Frage für uns erledigt ist. Hiermit könnte ich diesen Teil schließen und auf das Rückzugsgefecht E.s verzichten. Da es mir aber bei meiner Kritik nicht nur um Einzelfragen, sondern vielmehr um die Forschungsmethoden zu tun ist; da ich an der Hand von Beispielen nachweisen will, wie unzulänglich die angeblich kritischen, ja überkritischen Methoden gehandhabt werden, so will ich! hier־ zu E.s Antwort Stellung nehmen2. 1 Wegen Raummangels auf Ersuchen der Schriftleitung gekürzt- und auf Einzelheiten z. T.. verzichtet. 2 Zu dem Ausdruck משלנו habe ich meinen Ausführungen nichts; hinzuzufügen. Ich möchte nur bemerken, daß ich Mischna Eduj. 12 nicht Monatsschrift, 76. Jahrgang 16