Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Benjamin Disraeli, Juden und Judentum
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 6)
- Language
- German
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222 Joseph Caro wickelte, der in den Propheten keimte, der zum ersten Male in J. welthistorisch durchbrach, der eine andere Seite in Spinoza offenbarte, der aber nie sein Gesicht über Lord Beaconsfield leuchten ließ“ (S. 347). Endlich Raymond: “He summoned up a pride of race to confront a pride of caste“ (S. 1). Lassen wir nicht außer acht, daß mit wenigen Ausnahmen alle Stellen, in denen das Wort uns begegnet,, in Werken sich findet, die um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts geschrieben wurden und daß Darwins Schriften in dieser Zeit erschienen, das. Hauptwerk, 011 the origin of species by means of natural selection, 1859. Wir wissen, wie das in einem ganz anderen Sinne von der Naturwissenschaft zuerst angewandte Wort mißbraucht wurde, welches Unheil es angerichtet hat. Disraeli — vielleicht nahm er das Wort einfach für nation oder people, wie aus Contarini Fleming häufig ersichtlich ist — konnte diese Entwicklung nicht voraussehen, sind doch heute noch viele Wissenschaftler sich nicht klar darüber. Zum ganzen Rassenkomplex seien nur zwei Bücher erwähnt, die uns Aufschluß geben: Felix von Luschan: Völker, Rassen, Sprachen, der S. 70 ff., besonders S. 73 und 165 über die Juden sich äußert, und Goldstein (a. a. O. S. 78 f. und 163 L). Aber Disraeli ist mit sich selbst in Widerspruch. So sagt der weise Syrier Paraclete: “The Aryan and the Semite race are of the same blood and origin, but when they quitted their central land they were ordained to follow opposite courses. Each division of the great race has developed one portion of the double nature of humanity, tili after all their wanderings they met again, and represented by their two choicest families, the Hellenes and the Hebrews, brought together their treasures of their accumulated wisdom and secured the civilisation of man“ (Lothair, S. 412). Eine völlige Verwirrung, so daß man nicht mehr weiß, woran man ist, und aus der nur das eine hervorgeht, daß mit dem Rassenbegriff nichts anzufangen ist, wenn man ihn für Volk, Kultur, Religion usw. ausschlachten will. Klingt es nicht wie Ironie und beweist den Unfug, der mit dem Wort getrieben wird, wenn im Alroy (S. 20), wo von der jüdischen Rasse genügend die Rede ist, Disraeli das Roß des von Alroy niedergehauenen Al- •schirosch, welches ihm zur .Flucht dient, folgendermaßen schildert : “His haughty crest, his eye of fixe,* the glory of his snorting nostril, betokened well his conseious׳ pride, and pure nobility of race?“