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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 215

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Zur Bibliographie und Geschichte der portugiesischen Juden in Hamburg
Date
1932-01-01
Page
Seite 215 (sequence 3)
Language
German
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Zur Bibliographie u. Geschichte (!. portugiesischen Juden in Hamburg 215 der das erste Werk gewidmet wurde, waren, sind ebenso schwer zu beantworten, wie die Frage nach dem Druckort. Einen Ishac de Gastro, der als Verfasser in Betracht kommen könnte, scheint um jene Zeit in Amsterdam nicht wohnhaft gewesen zu sein. Weder da Silva Rosa in Geschiedenis der Portugeesche Jooden te Amsterdam, noch andere Quellen wie Henriques.de Castro: Keur van Graafsteenen etc. etc. zitieren einen solchen.. Auch die neuste Arbeit über die Frühgeschichte der portugiesischen Juden in Amsterdam von Cecil Roth: Het vreemde ge.val van Hector Mendes Bravo, in der sogar 119 Mitglieder der Amsterdamer Gemeinde namentlich aufgeführt werden, findet sich ein solcher Name nicht. Es hat aber zu jener Zeit in Hamburg jemand dieses Namens gewohnt und zwar der am 4. Ijar 5429 (1669) in Hamburg verstorbene Ishac Narnias de Castro, ein Sohn des bekannten und bedeutenden Arztes Dr. Rodrigo alias David Narnias de Castro. Da er gegen 1585 (oder noch früher) geboten sein soll, könnte er also als Verfasser dieses Werks in Betracht kommen und zwar um so eher, als er in Hamburg wohnte und mit einem ebenda wohnenden Jacob Coronel, der die Drucklegung finanziell ermöglichte, bekannt sein mußte. Leider läßt sich die Person des Jacob Coronel nicht eindeutig bestimmen. In dem Verzeichnis der portugiesischen Juden in Hamburg von März 16121 werden zwei dieses Namens genannt. Einer, der später nach Amsterdam ging und dort am 14. Febr. lf!15 die Sta Companhia de dotar orphas e donzelas mitbegründete, aber im Febr. 1612 zur Zeit der Drucklegung des Werkes bestimmt noch in Hamburg wohnte, und ein Gonsalvo Lopes Coutinho alias Jacob Coronel, ein sehr reicher Mann, der in Hamburg und später in Glückstadt wohnhaft, in letztgenannter Stadt am 21. Adar 5400 (1640) starb. Da ich keinen Jacob Coronel in Amsterdam um jene Zeit gefunden habe, wird wohl die Wahrscheinlichkeit nicht gering sein, auch den finanziellen Herausgeber in Hamburg zu suchen2. 1 Vergl. meinen Artikel: ,,Neue Funde zur ältesten Geschichte der port. Juden in Hamburg Zeitschr. f. Gesch. d. Jud. in Deutsch!. 1931 S. 68. 2 Herr Seeligmann macht mich darauf aufmerksam, daß der auch in seiner ,,Bibliographie en Historie“ genannte Duarte Sarayva den alias Coronet führte.

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