Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Bibliographie und Geschichte der portugiesischen Juden in Hamburg
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829983-2829987-2837502--51189-2837557- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
216 Alfonso Gassuto Schwieriger ist die Frage, wer die mehrfach genannte Sara Abravanel ist1:■' Ihr Wappen ist in dem ersten Werke des de Castro wiedergegeben: enthaltend quartiertes Schild: links (vom Beschauer) oben: Löwen, unten: Löwen mit Flügeln und Schnabel; rechts oben: Löwen mit Flügeln und Schnabel, unten: Turm. Leider konnte ich es mit keinem Wappen der Zweige der Abravanel-Familie identifizieren, wenngleich auch das Wappen der Familie Abravanel Souza dem hiergenannten am ähnlichsten ist. Bei Henriques de Castro: Keur van Grafsteenen p. 31 fand ich, daß am 29. April 1629 eine Sara (A)bravanel starb (leider fehlt die Angabe des Namens des Ehegatten). Es ist sehr zweifei״ haft, ob diese die Gesuchte ist, da der Name nicht selten vorkommt. Herr Seeligmann weist mich darauf hin, daß z. B. der älteste Sohn des Manuel Thomas der mit Gracia Nunes verheiratet war, nämlich Thomas Fernandes de Medeiros geb. 1578 in Porto (verheiratet 1606 mit Catharina Mendes) als alias Ephraim Abarbanel hatte. Nur durch einen Zufall dürften diese vielen ungelösten Fragen ihre entschiedene Beantwortung finden und zwar ganz besonders dann, wenn die vielen noch unbekannten aber aufschlußreichen Inquisitionsakten in dem Torre do Tombo in Lissabon gesichtet sein werden. 1 Is. de Castro sagt in der Vorrede : .... de 6 fereser este Ramelhete deflores colhidas do yardim dasagrada Biblia para V. M. como descendente daquele täo Ilustre sänge hezeloso coragäo que em os reynos de Portugal, sirviu de amparö he defensa, a os afliguidos Iüdeus, pondo sua vida para darlha ä elles, he como a my me cayba tanta parte pelo cbegado parentesco, atmime comfiado a por debayxo da protegäo de V. M. esta piquena obra. ( . . . widme ich diesen, in dem Gärten der heiligen Bibel gepflückten 'Blumenstrauß Ihnen, als einem Abkömmling aus jenem so erlauchten Blute und eifrigem Herzen, welche in den Königreichen Portugals als Schutz und Schirm den bedrängten Juden gedient hat, wobei es sein (ihr?) Leben für sie (die Juden) aufs Spiel setzte und da durch die erlangte Verwandtschaft auf mich ein so großer Teil entfallen ist, habe ich es mir erlaubt, im Vertrauen auf Ihr Wohlwollen, Ihnen dieses kleine Werk zu widmen.)