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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 211

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
Date
1932-01-01
Page
Seite 211 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Beitr. z. Erklär, d. Esra•־ Apokalypse 11. z.Rekonstr. ihres hebr. Urtextes 211 adhuntiabitur Justitia tua etbohitas tua, Domine; cum misertus fueris eis qui non habent substantiam operum bonorum. ׳ •' ' 4. Einen in IV Esra ausführlich mit zwei Gleichnissen ׳dargelegten Gedanken setzt auch ein Wort des R. Jehudaben I I a i, b. Menach 29a voraus (mit dem wiederum Ev. Matth, übereinstimmt). Er sagt in Anlehnung an Jes 264 ביה דר צור 'עולמים für die Welt des Jenseits sei im schöpferischen Gottesnamen der winzige Buchstabe י׳, für das Diesseits דר sinnbildlich (der darum auch Gen 24 graphisch gekennzeichnet wird).' Denn unsere materielle Welt sei wie das ה durch die breite Öffnung nach unten wie eine offene Halle, aus der jeder (der Gott verlassen und herabsinken will) eine freie Bahn findet. Nicht so leicht aber sei der Weg für den Frommen, wenn er in Buße zu Gott gelangen will. Dies sei angedeutet durch die engere obere (linksseitige) Öffnung des He. ,,Könnten nicht die Frommen ebenfalls einen breiten Weg für den Eingang finden?“ — Nein, auf diesem Wege hätten sie keinen E r f o 1 g1. In ähnlichem Sinne Midr. Schoch. T. zu Ps 16n: Wenn du leben willst — erwarte Leiden! Matth 71314־ wird der gleiche Gedanke ausgesprochen: ״Gehet ein durch die enge Pforte (dtä rrj<; mhjc). Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt, und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Die Pforte ist aber eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt und wenige sind ihrer, die ihn finden". Ebenso R. Bachja ibn Pakuda im Buch von den Herzenspflichten, Pforte der Buße, Kap. 10 ומי־ שרוצה להגיע לרצון בוראו יכנס מן הפתח הצר שנכנסו ממנו החסידים הסובלים♦ Die gemeinsame Quelle für R. Jehuda und Ev. Matth, ist Esra 739־, wo zuerst das Gleichnis angeführt wird: Man denke sich ein Meer, das sehr weit ist, zu dem man aber nur durch einen engen Fluß gelangen kann (introitus in angusto loco); dann ein anderes Gleichnis: Eine Stadt liegt geräumig in einer weiten Ebene, reich an Schätzen, man kann zu ihr aber nur auf einem schmalen Pf ad e gelangen. Wird diese Stadt einem zum Besitz geschenkt, so kann er nur durch den engen Pfad einziehen. — 1 מפני מה עודרז ברר? שדומה לאכסדרא, שכל הרוצה לצאת יצא ומ״ט תליא כרעיה? דאי הדר בתשובה מעיילי ליה* ולעיילבהך? לא מסתייעא מילתא. Vgl. Ber. r. XII im Namen von R. Jochanan: והחלון הזה שמן הצד רמז לבעל תשובה.

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